Brasilienaktivitäten des Diözesanverbandes der   KAB-Limburg

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Katholische
Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Limburg

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Aktion Brasilien

Inhalt

 

Reisebericht  des Gegenbesuches Juni 2001

"Arbeitskreis Internationale Solidarität"

Aktuelles von der Partnerschaft zwischen dem KAB-Bezirk Rhein-Main und der ACO/MTC in Brasilien

Bericht der Reise nach Brasilien 1996 (Winzip)

 

brasil.jpg (8987 Byte) Brasilienreise 1996

(Dritter von links
Andreas Mengelkamp)
(Dritter von rechts
Christian Vollbrecht)

Geschenkübergabe in Rio

Katholische Arbeitnehmer Bewegung Bezirksverband Rhein – Main

"Arbeitskreis Internationale Solidarität"

Der Arbeitskreis "Internationale Solidarität" betreut vor allem die Partnerschaft mit der MTC (Moviemento de Trabalhadores Christaos) in Brasilien.

Die MTC (früher ACO ACAO Catolica Operaria) und die KAB sind Mitgliedsverbände in der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer (WBCA).

Seit 1979 unterstützen Mitglieder der KAB Rhein - Main mit einem Solidaritätsbeitrag unsere Partnerorganisation in Brasilien.

Die MTC hat uns 1995 gebeten, beim Aufbau ihrer Gruppen im Amanzonasgebiet (Manaus und Parintins) finanziell zu unterstützen. 1996 haben wir diese Gruppen besucht und konnten uns von der Armut, aber auch vom sozialen Engagement und der Lebensfreude der MTC überzeugen. In über 20 Veranstaltungen und in einem Reisetagebuch haben wir unsere Erfahrungen weitergegeben.

 

  • Wir arbeiten eng mit den KAB – Vereinen zusammen
  • Unterstützen das Weltnotwerk der KAB
  • haben Kontakte zu örtlichen Eine Welt Gruppen in Rhein – Main
  • und dem Referat Weltkirche im Bistum Limburg
  • erwarten die MTC im Juni 2001 im Rhein – Main Gebiet
  • suchen neue Förderer für unsere Partnerschaft
  • wir pflegen persönliche Kontakte zuMTC Mitglieder in Manaus und Parintins sowie der MTC Leitung in Rio de Janeiro

Außerdem engagiert sich der Arbeitskreis

  • Bei der Unterstützung der Kampagne Erlaßjahr 2000
  • Für mehr soziale Gerechtigkeit weltweit (Teilnahme an der bundesweiten Misereoreröffung am 11.03.00 in Frankfurt/M
  • In der Zusammenarbeit mit unserer italienischen Schwesterorganisation ACLI

Spenden bitte auf das Postbank Frankfurt Konto 800 06-603 BLZ 500 100 60

Durch verschiedene Sammlungen sind über DM 200.000 zusammen gekommen

Arbeitskreis " Internationale Solidarität"
Des Bezirksverbandes KAB Rhein – Main
Eschenheimer Anlage 21
60318 Frankfurt
Sprecher: Christian Vollbrecht 06173/7624 nach 18.00 Uhr

Der Internationale Arbeitskreis der KAB Rhein-Main

Mitglieder
Christian Vollbrecht
Christine Mendler
Wolfgang Schnitzer
Winfried Seifried
Lothar Höhn

hält Kontakte zur ACO/MTC und WBCA sowie zum Weltnotwerk der KAB.

Wir informieren gerne über unsere Arbeit und das Partnerschafts-Projekt mit der ACO/MTC im Amazonasgebiet Brasiliens.

Haben Sie Fragen oder wollen Sie in unserem Arbeitskreis mitarbeiten, so wenden Sie sich bitte an das

KAB Sekretariat
Bezirk Rhein-Main
Eschenheimer Anlage 21
60318 Frankfurt/Main

Tel.: 069-1501-194

Spenden erbitten wir auf das Konto 8000-8603 bei der Postbank Frankfurt, BLZ 500 100 60.

 

Aktuelles von der Partnerschaft zwischen dem KAB-Bezirk Rhein-Main und der ACO/MTC in Brasilien

Brasilien in Zahlen

Fläche: 8,5 Millionen qkm
Einwohner: 160 Millionen
Arbeitslosigkeit: offiziell 5%
Mindestlohn: 112 US$ im Monat
Durchschnitts-Einkommen: 3428 US$ p.a.
Auslandsverschuldung: 176 Milliarden US$

Quelle: FAZ Infodienst

Informationen für Spender und Interessierte 

Stand November 1999

Aktuelles von der ACO/MTC

In ihrem Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit in Lateinamerika sucht die ACO nach neuen Verbündeten und Anhängern.

Deshalb hat die ACO auf Ihrem Kongreß 1998 beschlossen, sich in MTC (Movimento de Trabalhadores Cristãos = Christliche Arbeiterbewe-gung) umzubenennen. Hiermit hofft man den Verän-derungen in Politik, Gewerkschaften, im Arbeitsleben und in der Kirche besser entgegentreten zu können, aber auch um mehr Menschen anzusprechen. Die beiden Basiselemente "Treue zur Arbeiterklasse" und "Treue zum Evangelium" sollen dadurch gestärkt werden.

Ausschnitt aus dem 4-Jahres-Bericht der ACO 1994-1998:

Durch neue Produktionsweisen gehen viele Arbeits-plätze verloren. Besonders Frauen und Jugendliche sind davon betroffen. Das veränderte Angebot von Arbeit zerstört das Leben vieler Arbeiter und ihrer Familien. Der Informationsprozeß – neue Techniken – Automatisierung – die Arbeit konzentriert sich in wenigen Händen. All das schließt einen Großteil der Gesellschaft aus.

"Der Wert der Arbeit und die Person des Arbeiters gehen verloren." 

Die Arbeitnehmer, ausgeschlossen – teilzeitbeschäftigt oder unterbezahlt, sind der Manipulation von rechten Gruppen und fundamentalistischen Sekten ausgesetzt.

In der politischen Praxis wird immer mehr privatisiert. Gemeinsames Leben und Solidarität bleiben auf der Strecke.

Auf der Suche nach neuen Wegen sieht die MTC ihre große Aufgabe.

Situation der ACO / MTC im Amazonasgebiet.

Im Landesinneren des Amazonasgebietes in der Gegend von Manaus und Parintins wurde die Bewegung 1993 von Padre Manuel de Carmo aufgebaut.

Manaus

In der Großstadt Manaus gibt es zwei Gruppen. Ihre Mitglieder arbeiten in den Pfarrgemeinden und in Bürgerinitiativen.

Ihre Handlungsstrategie ist folgende:

* Monatliches Treffen mit Reflexion über die Realität, Vertiefung der Bibelkenntnisse und konkrete Aktionen.

* "Revision des Lebens"

* Zusammentreffen der städtischen Gruppen alle zwei Monate

* Teilnahme an regionalen und überregionalen Treffen der ACO/MTC

Parintins

Die Mitglieder sind tätig in der Kirche, engagieren sich in der ländlichen Arbeiter-Gewerkschaft, in ökolo-gischen Interessengemeinschaften und in politischen Parteien.

Die ACO/MTC ist eine Bewegung, die Ihre Mitglieder und Führungskräfte stärken möchte im  religiösen – sozialen – politischen Bereich,

in dem sie Raum anbietet zur Begleitung, Reflexion und Heimkehr auf diesem Weg.

Partnerschaft mit der ACO seit 1979
Spendenaufkommen von über 200.000 DM
zur Zeit 30 Spender

Aktivitäten des Arbeitskreises "Internationale Solidarität"

* Von unserer 1996 durchgeführten Brasilienreise haben wir bisher in über 15 Veranstaltungen berichtet u.a. auf der Diözesanschulung in Fussingen im März 1999 und dabei über 300 Personen erreicht.

* Ziel ist es, in jedem KAB-Verein über diese Reise und Partnerschaft zu berichten.

* Es wurde auch ein Bericht über diese Brasilienreise und Partnerschaft gedruckt (z. Zt. vergriffen).

* Regelmäßige Korrespondenz mit der ACO/MTC.

* Gespräche mit Sonia Miranda, Vizepräsidentin der Weltbewegung Christlicher Arbeitnehmer (WBCA) bei Ihrem Besuch im Mai 1998 in Frankfurt.

* Teilnahme an der Kampagne "Erlaßjahr 2000". Der Diözesanverband der KAB Limburg ist Mitträger dieser Aktion.

* Mitfahrt am 19.6.99 nach Köln zum G8 Weltwirtschaftsgipfel (35.000 Teilnehmer).

* Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch mit KAB-Vereinen und den Sachausschüssen "Mission-Entwicklung-Frieden" (MEF) in den Pfarrgemein-den.

* Vorbereitung eines Gegenbesuches aus Brasilien im Jahre 2001 in Zusammenarbeit mit der KAB Osnabrück

 

Katholische Arbeitnehmer Bewegung Rhein - Main 

 Besuch der MTC aus Brasilien  im Juni 2001

 Einleitung

Im Jahre 1979 hat der KAB – Bezirksverband Rhein Main Kontakte zur *ACO/MTC aufgenommen und unterstützt seitdem die MTC beim Aufbau für mehr soziale Gerechtigkeit, damit brasilianische Arbeiter menschenwürdiger leben können.

Seit ungefähr 1990 besteht auch eine Partnerschaft zwischen dem KAB Diözesanverband Osnabrück und der MTC.1995 wurden wir von der MTC zu einem Besuch nach Brasilien eingeladen, den wir gerne in 1996 für zwei Wochen gefolgt sind. Aus den Erfahrungen und vielen Gesprächen aus diesem Treffen reifte auf beiden Seiten der Wunsch zu einem Gegenbesuch nach Deutschland.  Diesen haben wir zusammen mit der KAB Osnabrück vorbereitet .Die Einladung erfolgte für 2 Wochen, wobei eine Woche in Rhein – Main und eine Woche in Osnabrück vorgesehen war. Deshalb haben wir unsere Planungen mit Osnabrück abgesprochen, damit ein möglichst optimales Besuchsprogramm erfolgen kann.  Die Planungen haben sich über einen Zeitraum von über einem Jahres ergeben und wurden gegenseitig abgestimmt. Bei den Vorbereitungen haben wir unsere Erfahrungen aus Brasilien berücksichtigt. Besonders hilfreich waren die Ratschläge der KAB Osnabrück, die vor ungefähr 7 Jahren die MTC schon mal zu Gast hatten. Unsicher war der genaue Zeitraum des Besuches, den die MTC uns erst kurzfristig bekanntgeben konnte.

Die MTC ist in Brasilien in 8 Regionen aktiv und hat deshalb aus jeder Region einen verantwortlichen Multiplikatoren geschickt. Zusätzlich war die spirituelle geistliche Begleiterin (entspricht in Deutschland dem Verbandspräses) und der Schatzmeister mitgereist.

Die Flugkosten hat das Weltnotwerk der KAB finanziert. Der Bezirksverband Rhein – Main erhielt einen großzügigen Zuschuß von der Kooperation Eine Welt (Katholischer Fonds für weltkirchliche und entwicklungsbezogene Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit) München. Zusätzlich haben wir durch verschiedene Verkaufsaktionen (Misereoreröffnungsveranstaltung 2000 in Frankfurt, dem evangelischen Kirchentag 2001 u.a.) unseren eigenen Beitrag zur Finanzierung erwirtschaftet..

Allen die diese Partnerschaft und den Partnerschaftsbesuch unterstützt haben, möchten wir recht herzlich danken.   

 * In 1998 hat sich die ACO (Acao catholica operaria) in MTC (Moviemento de Trabalhadores Cristaos) unbenannt. Die ACO/MTC ist aus der brasilianischen JOC = CAJ entstanden und ist wie die KAB Westdeutschland Mitglied in der WBCA (Weltbewegung Christlicher Arbeiter) mit Sitz in Brüssel.

 Erfahrungen und Berichte aus dem durchgeführten Programm

Bei der Programmgestaltung haben wir die regionalen Besonderheiten im Ballungsgebiet Rhein – Main  berücksichtigt, die sich mit den eher ländlichen Gegebenheiten in Osnabrück ergänzt haben.  Das Programm war eine Mischung zwischen offiziellen Gesprächen und Kontakten, kulturelle Besichtigungen, Glaubenserfahrungen und etwas Freizeitprogramm. Im Nachhinein haben wir festgestellt, daß die Belastung und Aufnahmefähigkeit auf beiden Seiten ausgereizt war. Trotz gründlicher Planung mußte immer wieder etwas improvisiert werden, wofür unsere brasilianischen Freunde viel Verständnis zeigten.

21.06.01

Tag der Anreise

Am Tag der Anreise wurden allgemeine organisatorische Dinge, wie Besorgen von Telefonkarten für Brasilien, Geldumtausch u.ä. erledigt. Dieses hat mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant war und wir haben festgestellt, daß Brasilianer andere Bedürfnisse in einer fremden Großstadt haben wie wir als Touristen in einem Urlaubsgebiet. Unsere Dolmetscherin Rita Jung kannte als gebürtige Brasilianerin diese Probleme und hat uns mit ihren Erfahrungen  sehr geholfen. Abends haben wir mit unseren Gästen im Kolpinghotel den Programmablauf besprochen. 

22.06.01

Deutscher Gewerkschaftsbund 

Der DGB Kreisverband Frankfurt hat uns über die Geschichte, Rolle und Verantwortung der Gewerkschaften sowie über ihren Aufbau und Organisation informiert. Die MTC hat über ihre Zusammenarbeit mit der PT (Arbeiterpartei) und den brasilianischen Gewerkschaften berichtet, so daß ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch stattfand. Hinterher wurden wir vom DGB zum Mittagessen eingeladen  

KAB Flörsheim

Nach einer Führung durch die historische Altstadt von Flörsheim/Main wurden wir von der KAB Flörsheim zu einem Begegnungsabend eingeladen. Trotz unterschiedlichster Lebenserfahrungen haben beide Seiten beim Pizzaessen schnell Freundschaft geschlossen. Die MTC hat einen lebendigen KAB – Verein von fast 300 Mitgliedern erlebt und berichtete mit viel Anschauungsmaterial von Ihrer Arbeit in Brasilien .Der Abend wurde mit einem meditativen Tanz beendet. 

23.06.01

Königstein – Opelzoo – Burg Kronberg – Betriebsbesuch Hessische Hausstiftung

Auf der Fahrt mit der Taunusbahn ging es an der früheren Höchst AG vorbei, die auch in Brasilien mehrere Werke hat. In Königstein wurde die barocke Marienkirche besucht. Eine Marienmeditation von Helder Camara mit anschließenden Gebet und Gesang war ein spiritueller Impuls. Auf einem öffentlichen Weg durch den Opelzoo nach Kronberg wurde eine kleine Stärkung von Frucht- und Sesamriegel aus dem „Fairen Handel“ gereicht. Sofort entstand eine längere Diskussion über die Genossenschaften in Brasilien. Dies ist ein Beispiel, daß immer wieder spontan gute Gespräche stattgefunden haben, wobei wir trotz guter Vorbereitung nicht alle Fragen beantworten konnten.

Auf einer nicht zu langer Führung durch die Burg Kronberg wurde auf sehr interessante Weise über das Mittelalter in Deutschland berichtet.

Anschließend wurde Schloß Friedrichshof (Schloßhotel Kronberg) besucht. Der Schwerpunkt dieser Führung waren die herrschaftlichen Speisesäle mit ihrer kunsthistorischen Ausstattung.

Anschließend fand im Garten eines Mitarbeiters ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee und Eis mit Erdbeeren statt und später wurde noch ein Picnic als Abendessen gereicht. Zwischendurch fand ein permanenter gegenseitiger Erfahrungsaustausch statt. Aus Zeitgründen wurde die Besichtigung der gesamten Parkanlage verkürzt. Trotzdem war dies ein Tag voller Eindrücke für unsere brasilianischen Freunde. 

24.06.01

Maintower – Sommerfest St. Georgen – Gottesdienst im Dom und Treffen von Einer – Welt Gruppen

Vormittags Besuch des Maintowers mit herrlichen Fernblick auf Frankfurt und den angrenzenden Taunus.

Nachmittags Besuch des Sommerfestes der Theologischen Hochschule St. Georgen der Jesuiten.

Am Abend hat Pfarrer Wüst die Führung durch den Frankfurter Dom geleitet. In dem darauffolgenden Gottesdienst konnte die MTC sich vorstellen.

Danach wurde alle Frankfurter MEF – Gruppen und weitere Eine – Welt Gruppen in dem Dompfarrsaal eingeladen. Mit ca. 50 Teilnehmern war diese Veranstaltung gut besucht. Es war unser Anliegen, die Erfahrungen der MTC an möglichst viele Gruppen weiterzugeben und umgekehrt konnte die MTC viele Meinungen hören.

 25.06.01

alternative Stadtführung – Gespräch mit dem Stadtdekan – Fa. Neckermann

Bruder Markus Heinze (OFM) hat in seinem alternativen Stadtrundgang den Unterschied zwischen arm und reich gezeigt. Nicht nur unsere brasilianischen Freunde waren davon beeindruckt, sondern auch die deutschen Begleiter/in haben Frankfurt plötzlich aus einem anderen Gesichtspunkt gesehen. Das Drogenproblem in Frankfurt wurde diskutiert und unsere Gäste waren von der Toleranz beeindruckt, da man in Brasilien das Drogenproblem mit mehr Härte begegnet.

Das Mittagessen wurde in der evangelischen Gutleutgemeinde eingenommen. Diese Gemeinde führt in eigener Regie das frühere Lobbyrestaurant weiter. Auch mit dem anwesenden Kirchenvorsteher wurden Gespräche geführt.

 Stadtdekan Tilmann hat den Katholizismus in Frankfurt vorgestellt und von den Aufgaben einer Stadtkirche berichtet. Dieses gab genügend Stoff für Rückfragen und Diskussionen.

 Thomas Schmidt (Arbeiterpriester und Betriebsrat) führte uns durch einen Teil der Fa., Neckermann. Da Thomas Schmidt perfekt brasilianisch spricht, konnte er viel lebendiger und flüssiger berichten, als wenn übersetzt werden muß. Unsere Führung ging durch einen älteren Betriebsteil, in dem nach einer Modernisierung ungefähr 1/3 der Arbeitsplätze wegfallen werden. Am Ende der Führung wurde ein Imbiß gereicht, so daß an diesem Tage nur sehr geringe Bewirtungskosten auf uns zugekommen sind.

 26.01.01

Referat Weltkirche – Stadtrundgang Limburg – KAB Dietkirchen

Frau Lehmann vom Referat Weltkirche des Bistums Limburg hat von den Partnerschaften unserer Diözese  berichtet und den damit verbundenen gegenseitigen Erfahrungen. Die KAB hat umgekehrt Ihre langjährige Partnerschaft mit der MTC vorgestellt. Danach hat die MTC von ihrer Arbeit berichtet.

Nach einer Führung durch die historische Altstadt Limburgs und einem Mittagessen wurden wir von der KAB Dietkirchen mit Verantwortlichen aus dem Bezirk Limburg eingeladen. Hier konnte die MTC die Erfahrungen der traditionsreichen katholischer Arbeitervereine aus dem Westerwald kennenlernen.  Der Bezirksverband Limburg hat einen höheren Geldbetrag für den Aufbau der MTC gesammelt, der symbolisch übergeben wurde. Anschließend fand noch ein Pressegespräch statt.

27.06.01

Rheinausflug  mit dem Schiff von Rüdesheim zur Loreley

Mit einem durchgehenden Zug fuhren wir von Frankfurt nach Rüdesheim. Zuerst ging es morgens durch das noch leere Rüdesheim, bevor die Stadt mit Touristenströme überfüllt wird. Dies war sehr angenehm, denn diese Zeit wurde zum Einkaufen von Souvenirs genutzt. Auf einem modernen Schiff erlebte man bei bestem Wetter den Rhein von Rüdesheim zur Loreley mit ihren vielen Burgen und sonstigen Sehenswürdigkeiten. Diese Fahrt haben alle genossen und unsere brasilianischen Freunde waren besser vorbereitet als wir erwartet hatten. Sie besaßen Vorkenntnisse von der Loreley und haben die entsprechenden Fragen gestellt. Die geplante Besichtigung der großen Burgruine Rheinfels ist zugunsten weiterer Souvenireinkäufe ausgefallen. Diese Deutschlandreise ist für die meisten die einzige Reise nach Europa und so wollte man für Verwandte und Freunde Geschenke mitbringen. Dabei waren unsere Freunde sehr preisbewußt und es wurden viele Preise verglichen, bevor man sich zu einem Kauf entschließen konnte. In St. Goar wurden wir von einem Gewitter überrascht und die Rückfahrt auf dem Schiff fand deshalb  im Mitteldeck statt. Bei dieser Fahrt ist mir aufgefallen, wie bescheiden unsere Gäste sind. Obwohl Essen und Trinken auf dem Schiff frei waren und wir zu einem Essen in einem Café eingeladen hatten, haben wir auf der Hinfahrt – Mittagessen – und Rückfahrt jeweils unter DM 60,-- ausgegeben.

Das Abendessen fand im Kolpinghotel statt. Auch nach diesem erlebnisreichen Tag hat jeder nur ein Getränk abends zu sich genommen

Nach den vielen Terminen der Vortage war dieser Ausflug eine wohlverdiente Ruhepause. 

28.06.01

Cityseelsorge Liebfrauen – KAB Goldstein

Vormittags waren wir Gast in dem Kapuzinerkloster Liebfrauen  in Frankfurt. Pfarrer Goedereis stellte das Kloster und seine Kirche als eine Ruhepunkt in der hektischen Innenstadt Frankfurt vor. Diese Pfarrei hat nur 300 Mitglieder. Jedoch 250 Ehrenamtliche Helfer, viele aus anderen Gemeinden, engagieren sich hier, z.B. im Franzikustreff für Obdachlose, in der Gehörlosenseelsorge und in einem Treff für Arbeitslose. Die Besucher dieser Gemeinde kommen aus allen Erdteilen. 

Nachmittags hat Wolfgang Schnitzer uns durch die Goldsteinsiedlung in Frankfurt geführt.

Schwerpunkte waren: Waldfriedhof – Sozialstation der Caritas   für Jugendliche – Aufbau und Geschichte einer Siedlung durch ein Arbeitslosenprogramm Anfang der 30er Jahre – Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands aus Sicht von Flüchtlingen und Vertriebenen. Im Anschluß hat ein sehr interessierter und engagierter Journalist der Frankfurter Rundschau uns viele Fragen gestellt. 

Der Höhepunkt unserer Begegnungen war der Abschlußabend bei der KAB Goldstein.Die Bezirksleitung und viele Interessierte aus unseren Bezirk waren der Einladung gefolgt. Aus diesem Verein kamen vor über 20 Jahren die ersten Impulse zu unserer Partnerschaft mit der MTC. Zuerst hat der Bezirkssekretär von den Aufgaben des Bezirksverbandes berichtet. Ein Schwerpunkt in unserem Bezirk ist die Familienarbeit. Der Bezirkspräses hat den spirituellen Teil des Abends gestaltet. Die MTC hat sich mit Tanzgesang vorgestellt. Diese Art hat jeden begeistert. Anschließend hatten sie noch genügend Informationsmaterial mitgebracht, so daß viele gute Gespräche geführt wurden. Dieser Abend war für uns  im Bezirk der Höhepunkt dieser Reise und ein würdiger Abschluß. Als Dolmetscher war Pater Veith vorgesehen, der in Brasilien tätig ist und hier seinen Heimaturlaub verbringt. Leider ist er kurzfristig erkrankt und es konnte ein Ersatzdolmetscher gefunden werden. Wolfgang Schnitzer und der gesamten KAB Goldstein wurden für Ihr großes Engagement an diesem Abend gedankt. 

29.06.2001

Fahrt nach Günne

Nach dem Reisesegen sind wir am Freitagmorgen mit 4 PKW zur KAB Heimvolkshochschule Günne am Möhnesee gefahren. Dort haben wir uns mit der KAB Osnabrück getroffen und unsere brasilianischen Freunde   mit ihren neuen Gastgebern bekanntgemacht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde die Staumauer besichtigt und anschließend fand eine Schiffsrundfahrt auf der Talsperre statt. Nach dem Kaffeetrinken haben die neuen Gastgeber ihr Programm vorgestellt und organisatorische Fragen besprochen. Im Gegensatz zu Frankfurt wurde nicht gemeinsam in einem Hotel übernachtet, sondern bei einzelnen Familien. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile und haben sich somit ergänzt. Nach dem Abendessen war unser Verbands- und Bundespräses Clemens Holtermann anwesend. Er hat die internationalen Aufgaben des Verbandes vorgestellt und  von der Zusammenarbeit mit der WBCA (Weltbewergung Christlicher Arbeitnehmer) berichtet. 

30.06.2001

Günne – Weiterfahrt nach Osnabrück

Am Samstagmorgen wurde über die Fortführung der Projekte der MTC und die damit verbundenen Fragen, wie rechtzeitige Antragstellung über die Verlängerung der Projekte u. ä.  besprochen.  Nach dem Mittagessen und einer herzlichen Verabschiedung sind unsere brasilianischen Freunde mit ihren neuen Gastgebern nach Osnabrück weitergefahren und wir haben die Rückfahrt nach Rhein – Main angetreten.

 

KAB Bezirksverband Rhein – Main

Eschenheimer Anlage 21, 60318 Frankfurt 

Christian Vollbrecht

Sprecher des Arbeitskreises „Internationale Solidarität“

Gebet der Vereinten Nationen – Verantwortung für die Welt

 Herr, unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt zu werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung.

Gib uns den Mut und die Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskindern einst mit Stolz den Namen Mensch tragen.

Gotteslob 31/1

 Herausgeber:

 Der Arbeitskreis „ Internationale Solidarität“ der KAB Rhein –Main

 Lothar Höhn – Christine Mendler - Andreas Mengelkamp

Winfried Seifried – Christian Vollbrecht

hält Kontakte zur MTC Brasilien und zur „Weltbewegung Christlicher Arbeiter“ (WBCA) in Brüssel sowie zum Weltnotwerk der KAB.

 Wir informieren Sie gerne über unsere Arbeit und die Partnerschaft mit der MTC. Haben Sie Fragen oder wollen Sie in unseren Arbeitskreis mitarbeiten, so wenden Sie sich bitte an das 

            KAB – Sekretariat Bezirk Rhein – Main

            Eschenheimer Anlage 21, 60318 Frankfurt/Main

            Tel: 069 – 1501 194 

oder an einen von uns. 

Spenden erbitten wir auf das Konto 80008 – 603 bei der Postbank Frankfurt

BLZ 500 100 60  

Texte: Christian Vollbrecht

 

homepage Inhalt Email: Stand: 01.01.01