Betriebsratwahlen KAB

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Betriebsratwahlen KAB Katholische
Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Limburg

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Betriebsratwahlen KAB

 

Unterlagen für Gemeinden, Betriebsräte, KAB-Ortsvereine oder Pfarrgemeinderäte   zu den Betriebsratswahlen gibt es beim KAB-Diözesanverband Limburg, Roßmarkt 12,65549 Limburg, (b 06431/295358, Fax: 06431/295513, Email- KAB.Limburg@t-online.de Vom 11. bis 22. März schaltet die KAB eine Info-Line für Rat und ,Anregungen zur Betriebsratsgründung  01804/000373

Interview mit Alfred Rompel, Vorsitzender der KAB Lindenholzhausen

DDer Sonntag, Kirchenzeitung für das Bistum Limburg, 24.2.02

 

AN DER STRIPPE

 

Betriebsräte wählen

 

Ein Anruf bei Alfred Rompel, 58. Das Mitglied in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Lindenholzhausen und in der IG-Metall ist Vorsitzender des Betriebsrates Frankfurt der RWE-Solutions AG mit SAG, mit 750 Beschäftigten. Vom 1.März bis 31. Mai finden Betriebsratswahlen (BR) statt.

 

Frage: Überall werden Arbeitsplätze ~abgebaut. Macht sich da nicht Resignation in großen Teilen der Bevölkerung breit?

 

Rompel: Bei vier Millionen Arbeitslosen ist der Druck, vor allem bei jenen, die erwerbslos sind und eine Stelle suchen, schon sehr groß. Resignieren sollte jedoch niemand. Man muss versuchen, durch Aus- und Weiterbildung sich aktuell auf der Höhe der beruflichen Forderung zu halten. Aufgabe der Betriebsräte ist es, innerhalb der Betriebe dafür zu sorgen, dass unternehrnerische Entscheidungen sozialverträglich gestaltet werden. Ohne Betriebsrat gäbe es keinen Interessenausgleich und keinen Sozialplan, ,

 

Frage: Können' Sie die Kollegen überhaupt noch für die Betriebsratswahlen mobili

 

Rompel: Ja. Denn das neue Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) unterscheidet nicht mehr zwischen Arbeitern und Angestellten. Es ist nur noch von Arbeitnehmern die Rede. BetrVG und Wahlordnung stellen sicher, dass geschlechtsspezifische Minderheiten im Betriebsrat entsprechend ihrem Anteil vertreten sind.

 

Frage: Einen Arbeitsplatzabbau können sie aber als Betriebsrat auch nicht verhindern?

 

Rompel: Verhindern können wir ihn sicherlich nicht, aber sozialverträglich begleiten. Denn zum Beispiel bei Einstellungen oder der Gestaltung der Arbeitszeiten ist der Betriebsrat bei einer Personalreduzierung - aus weichen Gründen auch immer - gefordert und gefragt: Jede Entlassung muss beim Betriebsrat angezeigt werden. Er kann ihr zustimmen oder ablehnen. Bei Massenentlassungen ist der Betriebsrat besonders gefordert.

 

Frage: In kleinen und mittleren Betrieben heißt es oft: "Der Chef richtet es schon. Ein Betriebsrat ist nicht notwendig." Was sagen Sie da zu? Rompel: Auch in kleinen Betrieben ist es wichtig, dass ein Betriebsrat gewählt wird. Im BetrVG werden Arbeitnehmer und -geber aufgefordert, unter Berücksichtigung der geltenden Tarifverträge vertrauensvoll und im, Zusammenwirken der im Betrieb vertretenen Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen zum Wohl der Arbeitnehmer zusammenzuarbeiten. Wir befinden uns auf einer Ebene und reden miteinander, obwohl wir Partei sind. Als 'Betriebsrat vertreten wir die Interessen der Arbeitnehmer, die auch vom Wohl des .Betriebes abhängen.

 

Frage: Einige Arbeitgeber versuchen aber, einen Betriebsrat zu verhindern ...

 

Rompel: Gesetzlich ist das nicht statthaft. In Betrieben mit mehr als fünf wahlberechtigten Beschäftigten, von denen drei wählbar sind, kann ein Betriebsrat gewählt werden.

 

Frage: Kandidieren Sie auf einer christlichen Liste?

 

Rompel: In unserem Unternehmen gibt es keine spezielle christliche Liste. Wir sind momentan auf der Kandidatensuch8 mit Charakter- und Standfestigkeit. In der Vergangenheit hatten wir die Persönlichkeitswahl, was ich sehr positiv finde. Da hat jeder die Chance, die Kandidaten/Kandidatinnen zu wählen, die er möchte. Es gibt aber auch Betriebe mit Listenwahl. Frage: Besonders die KAB fordert zur Teilnahme an den BR-Wahlen auf. Warum?

 

Rompel: Sie macht das, um die Interessen der Arbeitnehmer in einer pluralen Gesellschaft besser vertreten zu können. Wir denken: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Wenn das so ist und die Qualität der Mitarbeiter und des menschlichen Umgangs miteinander eine große Rolle spielen, muss auch die KAB besonders mitwirken, damit ihre Vorstellung von einem christlichen Menschenbild in den Betrieben berücksichtigt wird.

 

Frage: Was können Pfarrgemeinden in dieser Hinsicht tun?

 

Rompel: Sie können auf die Bedeutung der Betriebsratswahlen hinweisen und' ihre Mitglieder, zum Beispiel aus den Pfarrgemeinden zur Kandidatur ermutigen. Die KAB sagt immer: Wir wollen Kirche in der Welt der Arbeit und Stimme der Arbeitnehmer in der Welt der Kirche sein.. Das drückt eindeutig aus, wer wir sind und was wir wollen. Wir wollen als Christen in der Arbeitswelt stehen und ihr Gesamtverständnis in die Kirchen hineintragen.

 

Frage: Deshalb hat die KAB die Arbeitshilfe zu~ den Betriebsratswahlen erstellt?

 

Rompel: Die Arbeitshilfe des KAB-Diözesanverbandes ist eine gute Grundlage. Aber vor allem haben die Gewerkschaften, die ja in den Betriebsräten vertreten sind, umfangreiche Unterlagen~ zur ordnungsgemäßen Durchführung der Betriebsratswahlen zusammengestellt.

 

Anrufer. Bernhard Perrefort

 

Unterlagen für Gemeinden, Betriebsräte, KAB-Ortsvereine oder Pfarrgemeinderäte   zu den Betriebsratswahlen gibt es beim KAB-Diözesanverband Limburg, Roßmarkt 12,65549 Limburg, (b 06431/295358, Fax: 06431/295513, Email- KAB.Limburg@t-online.de Vom 11. bis 22. März schaltet die KAB eine Info-Line für Rat und ,Anregungen zur Betriebsratsgründung  01804/000373

 

 

 

"Gemeinsam sind wir stark".

Alfred Rompel fordert zur

Mitgliedschaft in den

Gewerkschaften auf

 

 

 



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Roßmarkt 12

65549 Limburg

Fon 06431 295 358 Fax 06431 295 513

 

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