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Katholische
Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Limburg

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Inhalt

Aufruf zur Betriebsrätewahlen (10.12.05)

Wechsel im Amt des Diözesanpräses (von Leuninger auf Seelbach 17.12.2005)

Nachruf für Jakob Tries (+ 20.08.2005)

Nachruf für Anton Maibach (+14.07.05.)

Hessentag "Rentenmodell" 22.6.05

Hilfe für Flutwellenopfer Indien (3/05)

Werbemappe zur Werbekapagne 05/06 Kurzfassung
Langfassung beim Sekretariat anfragen 
Folie 2 ca 3 Euro als CD ab 15.3.05

Werbefleyer 05

Termine 2005

CD zur Kath. Soziallehre erschienen (Januar 2004)

Stellungnahme zu "das Soziale neu denken" (Januar2004)

Vortrag 40 Jahre "Pacem in terris in Motta" (2003)

Vortrag von Erna Brehl auf dem deutschen Seniorentag in Hannover am 7.10.03 
Frauen im Ruhestand?

Solidarität muss bleiben (16.10.03)

Paul Erbach neuer Diözesansekretär

Erklärung zum 1. Mai 2003

Diözesantag 2003

Der Diözesanverband

Bündnis für den Frieden (14.3.03)

Familienparlament

Lobby für das Ehrenamt

Manuela Knauf  neue Verwaltungsangestellte ab. 1.9.02

Außerordentlicher Diözesantag 2001

Studienfahrt nach Wien

KAB auf dem Kreuzfest in Limburg

Frau Dernbach wurde 60 und wird verabschiedet

Pfarrer Alois Staudt erhält das Bundesverdienstkreuz am Band und den silbernen Brotteller des Deutschen Caritsverbandes

Hans Gerd Arnold Diözesansekretär

Abschied von Jakob Tries

Börsengang 1. Juni 2000

Der Diözesanverband Limburg
der Katholischen Arbeitnehmerbewegung
hat etwa 2300 Mitglieder in 41 Ortsvereinen.
Er ist in die Bezirke Limburg und Rhein-Main gegliedert.
2004 konnte er auf 100 Jahre Bestehen zurückblicken.

Diözesanverband Limburg der KAB
65549 Limburg, Roßmarkt 12
Tel: 06431/295358 / Fax: 06431/295513

Mail: dv@kab-limburg.de
Diözesansekretär: Paul Erbach
Sekretariat: Frau Maria Borkert

Diözesanvorsitzender: Andreas Mengelkamp
Tel 069 30039796 / Fax 069 30039795
Mail: Andreas.Mengelkamp@t-online.de
Stellvertretende Diözesanvorsitzende: Gerda Jung
Tel: 06435 2704 / Fax: 06435 408865
Mail: Franz-Gerda.Jung@t-online.de
Diözesanpräses: Pfarrer i.R. Albert Seelbach

Mail:
albert-seelbach@gmx.de

Seniorenbeauftragte ist Erna Brehl
Meersburger Str. 11, 60386 Frankfurt am Main, 069-423802

Anton Maibach ist am 14.7.2005  im Alter von 90 Jahren verstorben.
Bezirkssekretär vom 1948 bis 1970 hat Anton Maibach am Wiederaufbau der KAB im Rhein-Main-Gebiet nach der Nazizeit mit unermüdlichem Engagement erheblich mitgewirkt.

Wenn man heute die Schriften aus dieser Zeit liest, bleibt man von der Eifer und vom Kampfgeist des 35jährigen Arbeitersekretärs überwältigt, der bereits 1948 von Kirdorf aus dann ab 1950 vom neueröffneten Büro im Unterweg den Kontakt zu etlichen Pfarrgemeinden suchte um die KAB-Vereine neu zu gründen. 

Maibach am 1. September 1950  für einen Artikel in der  Kirchenzeitung:

Seit Mitte Juli sehen die Besucher des Hauses der Volksarbeit im Unterweg 10 an der Tür von Zimmer 7 das Zeichen Kreuz und Hammer mit den Buchstaben KAB.
Vielen Lesern der Kirchenzeitung ist das kathol. Arbeitersekretariat noch ein Begriff. Sie kennen noch die Tätigkeit aus der Zeit vor 1938 – Rat und Hilfe suchend kamen Arbeiter, Arbeiterinnen, Arbeiterfrauen  und Witwen in die Sprechstunden des Arbeitersekretariats.

 
 
Die Wirtschaftskrise wurde nicht von den Arbeitnehmern gemacht, sie sollen sie aber auslöffeln

Erklärung der Diözesanleitung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Diözese Limburg zum 1. Mai 2003

Die derzeitige Wirtschaftskrise wurde nicht von den arbeitenden Menschen ausgelöst. In sie gehen viele Faktoren ein: Neoliberalismus und Shareholder value, die globale Spekulation, die mangelnde Kaufkraft breiter Schichten, der Krieg mit seinen Folgen. Die arbeitenden Menschen sollen aber jetzt die Suppe auslöffeln. Ihnen wird eine extreme Fastenkur auferlegt, die an die Substanz des durch die Verfassung geschützten Sozialstaates geht. Dadurch entstehen aber keine neuen Arbeitsplätze, wie die Geschichte gelehrt hat.

Diese Tendenzen gehen quer durch alle Parteien. Die Parität in den Soziallasten wird immer mehr durchlöchert, die Leistungen gekürzt und es wird versucht, die individuelle Sicherung bis über die Grenze des Möglichen auszudehnen.. Die Arbeitslosen werden bedrängt, der Kündigungsschutz soll reduziert werden, die Arbeitnehmer sollen mehr schuften, aber weniger verdienen und das bei einem der Exportweltmeister. Es besteht ein Lehrstellendesaster. Dies kann alles so nicht weitergehen.

Offensichtlich dienen die USA vielen als Beispiel. Dort hat die katholische Kirche festgestellt, dass in die Armut und der Reichtum gewachsen sind. Die amerikanische Wirtschaftsituation ist alles andere als beispielhaft, das Exportdefizit liegt bei 42%. Die 10.000 reichsten Familien besitzen ebensoviel wie 20 Millionen der ärmsten. Das Jahreseinkommen eines Generaldirektors im Verhältnis zu einem einfachen Arbeiter ist saisonbereinigt zwischen 1970 und 2002 von 40 zu 1 auf 1250 zu 1 gestiegen. Das kann nicht unserer Perspektive sein.

Die KAB hat Lösungsmodelle z.B. in der Rente mit einer Grundsicherung und einer breiten Basis der Beitragszahler, um nur eines zu nennen. Die Reichen dürfen nicht geschont werden; ihr Reichtum steht nach Auffassung der katholischen Soziallehre unter einer Sozialverpflichtung, die sich in Steuern niederschlagen muss, um einen Ausgleich in der sozialen Gerechtigkeit wieder herbeizuführen.

Der ganze Angriff auf den Sozialstaat und die arbeitenden Menschen kumuliert in dem Vorschlag, am 1. Mai die Geschäfte zu öffnen. So langsam werden die in unserem Land laufenden Tendenzen zu einem Angriff auf die soziale Grundlagen unserer Staates. Den macht die KAB nicht mit; dabei weiß sie sich mit allen arbeitenden Menschen und ihren Organisationen solidarisch.

Limburg, 28. April 2003,

Die Diözesanleitung Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, Diözese Limburg

Andreas Mengelkamp, Gerda Jung, Ernst Leuninger, Hans Gerd Arnold

 

In einer Feierstunde im Wilhelm-Kempf-Haus am 17. November 2005 wurde der Diözesanpräses Ernst Leuninger (links) verabschiedet. Der Vorstand dankte ihm für sein Engagement vor allem im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Diözsanjubiläum.

Gleichzeitig wurde der neue Diözesanpräses Albert Seelbach (rechts) eingeführt, der bis dahin Pfarrer in Frankfurt-Sossenheim war. Vor seinem Studium war er Nationalsekretär der CAJ.

Zum Abschluss konzelebrierten die beiden mit dem Vertreter des Bischofs Domkapitular Willi Hübinger

 

Der mit Delegierten gut gefüllte Saal

Auf dem 

Diözesantag der Katholischen  Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)

 im Bistum Limburg, der am 29.3.03 in Flörsheim (Main) stattfand, wurden der Diözesanvorsitzende Andreas Mengelkamp (Frankfurt-Unterliederbach) und seine Stellvertreterin Gerda Jung (Girkenroth /Westerwald) jeweils mit großer Mehrheit wiedergewählt.Neue Mitglieder im Diözesanvorstand sind Peter Licht (Limburg-Lindenholzhausen), der für Alfred Rompel aus demselben Verein gewählt wurde. Außerdem sind Brigitta Güth (Elsoff / Westerwald) als Nachfolgerin von Karin Seck (Oberselters) sowie Engelbert Kohl (Flörsheim) und Eva-Maria Wörner (Frankfurt-Fechenheim)

 

neu im KAB-Diözesanvorstand. Wiedergewählt wurden: Werner Laux (Villmar) und Christian Vollbrecht (Flörsheim). 

Für Ihre langjährige aktive KAB-Arbeit, u.a. 21 Jahre Mitglied im KAB-Diözesanvorstand, wurde Karin Seck außerdem von der Diözesanleitung mit dem Alexander-Stein-Ehrenbrief  ausgezeichnet. Diese Ehrung erhielten ebenfalls Eva Erbach 

(Limburg-Dietkirchen) für ihr langjähriges soziales Engagement, Josef Bach (Niederbrechen), der ebenfalls über 20 Jahre im Diözesanvorstand tätig war, sowie Georg Alhof (Flörsheim), der 16 Jahre KAB-Vorsitzender, Betriebsrat bei Opel und kommunalpolitisch aktiv war.

Erfreut zeigte sich Mengelkamp (47 Jahre, kaufmännischer Angestellter im Bank-Gewerbe) am Ende der 

 

Veranstaltung über deren harmonischen Verlauf und die einstimmige Verabschiedung von zwei Anträgen, in denen die hessische Landesregierung aufgefordert wird, die Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen in Zukunft strenger zu handhaben und die Genehmigung der Börsenöffnung an Feiertagen mit Ende des Jahres 2003 auslaufen zu lassen.

Den Gottesdienst zu Beginn feierten Pfarrer Beuler und Bezirkspräses Steinmetz, die Predigt hielt Diözesanpräses Leuninger.

Am Nachmittag fand ein Familienparlament statt, das unter Beteiligung eines Vertreters des Sozialministerium, des Bürgermeisters von Flörsheim und der Vertreter/in der Kreistagsfraktionen. 

Hier wirkten vor allem auch die Wichtelgruppe mit. 

Dank gilt auch der KAB Flörsheim, allen HelferInnen und den Sekretariaten. 

Hier hilft die Jugend.

 

Strengere Genehmigungspraxis bei verkaufsoffenen Sonntagen 

Der Diözesantag der KAB im Bistum Limburg fordert die Hessische Landesregierung auf, .die Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen in Zukunft strenger zu handhaben. Dazu erwarten wir, dass die Genehmigungen nicht mehr von den örtlichen Behörden erteilt werden können, sondern nur noch von überörtlichen staatlichen Stellen, z.B. den Regierungspräsidien, ausgesprochen werden können. 

Begründung: Die Verlagerung der Entscheidung über verkaufsoffene Sonntage auf die örtlichen Behörden gefährdet die Unabhängigkeit der Entscheidung über Anträge auf verkaufsoffene Sonntage.

 Schutz der kirchlichen und staatlichen Feiertage

 Der Diözesantag der KAB im Bistum Limburg fordert die Hessische Landesregierung auf, die Genehmigung der Börsenöffnung an Feiertagen mit Ende des Jahres 2003 auslaufen zu lassen. 

Begründung: Die seit dem Jahr 2000 mögliche Börsenöffnung an staatlichen und kirchlichen Feiertagen nimmt Tausenden von Beschäftigten im Börsen- und Bankenbereich die Möglichkeit den Feiertag als „Tag der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung" (s. Artikel 139 der Weimarer Reichsverfassung im Grundgesetz Artikel 140) zu nutzen.  

 


Stolz übergab die das Limburger Bündnis für Frieden, an dem auch die KAB beteiligt war, die mit 15.000 Unterschriften gefüllte Kiste am Freitag, den 14.3.03, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Die Bundesministerin nahm die Unterschriftenlisten entgegen und begrüßte die 15-köpfige Delegation des "Limburger Bündnisses gegen den Krieg" in Wiesbaden. Zahlreiche Ordensgemeinschaften und katholische Verbände aus dem Bistum Limburg hatten sich in dem Bündnis zusammengefunden, weil sie das gleiche Anliegen verbindet: Sie wollen sich für den Frieden stark machen und Zeichen setzen gegen den drohenden Irakkrieg.

Mit Transparent auf dem Bild der Diözesanvorsitzende der KAB Andreas Mengelkamp.

 

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Am 24.11.01 fand im Kolpinghaus Limburg ein außerordentlicher Diözesantag statt. Es wurde einstimmig eine neue Satzung verabschiedet.

Die Wahlämter wurden bestätigt, neu wurde als stellvertretende Vorsitzende Gerda Jung und zwei Beisitzer (je einen aus jedem Bezirk): Werner Laux und Karlheinz Burschyk

 

krzf.jpg (22815 Byte) Die KAB des Bezirksverbandes und des Diözesanverbandes Limburg beteiligte sich auf dem diözesanen Kreuzfest in Limburg (16./17.09.00)sowohl am Samstag in der Fußgängerzone als auch am Sonntag vor dem Dom. Zusätzlich erfoglte auch die Luftballonaktion für den Sonntag.

 

 

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Ingeborg Dernbach aus Limburg-Lindenholzhausen, Verwaltungsangestellte beim Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Limburg und zugleich für den Bezirksverband der KAB Limburg wurde am 9. August 60 Jahre alt. Neben ihrer hauptamtlichen Tätigkeit ist sie sehr im Ortsverein der KAB in Lindenholzhausen engagiert.  (linkes Bild)

Ingeborg Dernbach, über 34 Jahre Verwaltungsangestellte beim Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Limburg und zugleich für den Bezirksverband Limburg tätig, wurde am 28.8.2000 im Pfarrzentrum in Limburg-Lindenholzhausen von Diözesansekretär Hans Gerd Arnold in Anwesenheit viele Gäste vor allem aus der KAB. in den Ruhestand verabschiedet. Die Dankesrede hielt ihr langjähriger Chef Pfarrer Alois Staudt. Besonders ihre unermüdliche Einsatzbereitschaft und ihre Kompetenz in der Arbeit wurden hervorgehoben. Ihre berufliche Tätigkeit begann am 15. April 1954, ihre Tätigkeit im Bischöflichen Ordinariat am 15. Juli 1956 und bei der KAB am 1. März 1966. Von Frau Dernbach kann man sagen, dass Ihre berufliche Tätigkeit Berufung war. Sie stand innerlich zu dem, was sie zu tun  (rechtes Bild mit Enkelin und Pfarrer Staudt. Nun kann sie sich auch intensiver ihren Enkelinnen widmen.)

 

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Der Bundespräsident hat Herrn Pfarrer Aloys Staudt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Der Hessische Minister der Finanzen Karlheinz Weimar hat am 22. August 2000 um 18.30 Uhr im Pfarrheim Limburg-Dietkirchen die Verleihung vorgenommen.

Pfarrer Alois Staudt ist zur Zeit Pfarrer in Dietkirchen und Dehrn. Hier ist es vor allem in Dietkirchen sein Anliegen, die historische und kulturelle Bedeutung dieses Ortes herauszustellen. In der Jugend war er im BDKJ seiner Heimat tätig, als Priester baute er die CAJ auf, war 31 Jahre Diözesanpräses der KAB und viele Jahre Landespräses. Er war auch Diözesanpräses der Landvolkbewegung im Bistum Limburg. In seinem Hauptberuf war er Lehrer (Oberstudienrat) für kath. Religion an den berufsbildenden Schulen in Limburg. Sozialstationen initiierte er, er war Vorsitzender des Bezirksverbandes der Caritas und im Diözesanvorstand und nahm viele andere ehrenamtliche Aufgaben wahr. Er hat den Menschen im Landkreis Limburg und darüber hinaus in vielfältiger Weise gedient und war für die betroffenen Menschen als Kontaktstelle zwischen Kirche und Gesellschaft tätig.

Abschied von Jakob Tries

jakob

Der Diözesansekretär der KAB Bistum Limburg und des Bezirksverbandes Limburg Jakob Tries wurde am 27. 11.1999 in der Stadthalle zu Hadamar in den Ruhestand verabschiedet. (zweiter von links)

Jakob Tries, Jahrgang 1936, hat nach der Berufsausbildung als Landwirtschaftsmeister zunächst als Verwalter in Marienstatt gearbeitet, bevor er am 1. März 1969 die Stelle des Diözesansekretärs der KAB Limburg angetreten hat. Damit verbunden war zugleich auch die Aufgabe des Bezirkssekretärs der KAB Limburg. Neben der Förderung der Vereinsarbeit hat die Beratung der Mitglieder in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen einen großen Stellenwert in seiner Arbeit gehabt. Überregional hat Jakob Tries in den letzten 30 Jahren den Limburger KAB-Diözesanverband im Vorstand der KAB Westdeutschlands vertreten und verschiedene Spezialaufgaben bis hin zur Bundesebene übernommen. Außerdem hat er sich für die Interessenvertretung der KAB-Mitglieder in den Gremien der Selbstverwaltung der Krankenversicherungen engagiert. Seit März 1969 hat er im Vorstand des KAB-Landesverbandes Hessen mitgewirkt und war seitdem ACA-Landesgeschäftsführer. Hinzu kam sein Mitwirken in den Gremien der KAB-Bildungswerke und anderer Einrichtungen der KAB. Darüber hinaus war er 16 Jahre lang Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Verbände im Bistum Limburg. Nicht zuletzt war und ist er in seiner Heimatstadt Hadamar ehrenamtlich, u.a. als Stadtverordneter, politisch aktiv.

Eingeführt wurde als neuer Diözesansekretär Hans Gerd Arnold bisher Bezirkssekretär Rhein-Main, hier mit seiner Frau

 


 

Hessentag in Idstein

Lobby für das Ehrenamt - mehr als Orden- und Ehrenzeichen! Diskussion mit: Ministerpräsident   Roland Koch über Positionen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Lucia Schneiders-Adams und Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands  Dr. Heide Mertens

Vorstellung von Ehrenamtsprojekten:

Hospizbewegung Idsteiner Land   Martina Mittag
ADSUM e.V. (füreinander da sein)  Frau Rühle
Hilfe für das autistische Kind  Gudrun Gebhardt

Kurzbericht über eine Veranstaltung der KAB-Diözesanverband Limburg e.V. am 20. Juni 2002 auf dem Hessentag in Idstein. 

Bericht: Lobby für das Ehrenamt 

Im gut besuchten Sternensaal in Idstein führte Ministerpräsident Roland Koch anlässlich einer Veranstaltung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Diözesanverband Limburg zum Ehrenamt aus: „ Ich kann mich mit dem Thema gut anfreunden, weil allein in Hessen über zwei  Millionen  Menschen ehrenamtlich aktiv sind... Hessenweit betrachtet gibt es an ehrenamtlichen  Engagement kaum etwas, was es nicht  gibt, was die große Vielfalt des ehrenamtlichen Engagements bestätigt. Hier gilt es: Bestehendes zu unterstützen und Neues  zu fördern.“  Das Land Hessen habe sich für die Freistellung von Jugendleitern eingesetzt und übernehme den Verdienstausfall, weil die Arbeitgeber sich weigerten, dies zu tun.  

Zuvor hatte die Seniorenbeauftragte des KAB-Diözesanverbands Erna Brehl die Anwesenden begrüßt und gesagt: „Das Thema ist uns gerade deshalb wichtig, weil es in unserer Gesellschaft sehr viele Frauen und Männer und auch Jugendliche gibt, die sich ehrenamtlich um das Gemeinwohl kümmern.“ 

Dann übernahm der Diözesanvorsitzende Andreas Mengelkamp die Moderation der Veranstaltung und zeigt die Ansätze der ehrenamtlichen Arbeit auf, die ein unverzichtbarer Beitrag für das Allgemeinwohl seien. Danach wurden verschiedene Felder der ehrenamtlichen Arbeit vorgestellt. Frau Ute Samson führte in die Hospizbewegung Idsteiner Land ein, in der sich viele engagieren, auch Vertreterinnen der beiden großen Kirchen. Hier wird gerade für schwerstkranke Menschen und ihre Umgebung ein wichtiger Dienst geleistet. Die Kosten für die Qualifizierung sind groß und müssten übernommen werden. Eindrucksvoll auch der Beitrag von Frau Gudrun Gebhard von der „Hilfe für das autistische Kind - Regionalverband Rhein-Main“. Diese Form der Behinderung ist eine große Belastung für die Familie die das Gespräch über ihre Probleme und Erfahrungen in den Gruppen dieses Verbandes sucht. Auch die Organisation von Freizeiten und Urlaub gehören dazu.  Regina Euba von ADSUM e.V. (füreinander da sein) aus Frankfurt-Fechenheim stellte die Nachbarschaftshilfe dieses Vereins vor dessen Ziel es sei, die Menschen mit ihren Problemen, die sie selbst nicht mehr lösen können nicht allein zu lassen und ein Klima des gegenseitigen Unterstützens aufzubauen. Diese Berichte vermittelten einen kleinen aber beiendruckenden Einblick in die Qualität, Unterschiedlichkeit und den Umfang der ehrenamtlichen Arbeit. 

Dies wurde nochmals von den beiden Referentinnen Lucia Schneider-Adams von der KAB und Dr. Heide Mertens von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands bestätigt. Sie wiesen auf die erste große Studie katholischer Verbände zur ehrenamtlichen Arbeit hin, die klar machten, welcher Umfang von gesellschaftlich wichtiger Arbeit hier geleistet wird. Die meisten ehrenamtlich Tätigen bringen ein erhebliches Maß von Arbeitszeit ein. Dies müsse die Gesellschaft auch anerkennen z.B. durch geeignete Formen der Unterstützung dieser Arbeit und der Sozialversicherungsanerkennung bei entsprechenden Umfang dieser Arbeit.  In Nordrhein-Westfalen wird z.B. ein Ehrenamtsnachweis angestrebt und es muss gesehen werden, das Einkommen beim Rückgang herkömmliche Erwerbsarbeit nach Auffassung der KAB auch durch neue Aufgabenfelder, die bisher ehrenamtlich waren, gesichert werden muss. 

Die Vertreterin des hessischen Sozialministeriums Frau Dr. Christa Perabo wollte an Gedanken unter anderem besonders mitnehmen: Die Familienstiftung solle sich um Familien mit behinderten Kindern  kümmern  und die  Nachweiskultur inklusive entsprechender Zertifikate über ehrenamtliches  Engagement müsse gestärkt werden. Was bereits existiere sei z.B. die Förderung der  Qualifizierung im Hospizbereich und auch entsprechende Handreichungen für Ärzte. Insgesamt will sie das Ehrenamt fördern, das besagt ja auch ihr Aufgabenbereich Referatsleiterin "Bürgerschaftliches Engagement.  

Insgesamt waren alle Beteiligten der Ansicht, dass Ehrenamt auch Erfüllung und Freude gibt und dies die größte Motivation für die Arbeit sei. Mit Dank an alle Beteiligten, die Vorbereitungsgruppe und das zahlreiche Publikum schloss Andreas Mengelkamp die Veranstaltung. 

TeilnehmerInnen des Podiums (Auf dem Bild sind zu sehen von rechts nach links),Erna Brehl, Senniorenbeauftragte des KAB-Diözesanverbands Limburg, Dr. Christa Parabo, Hessisches Sozialministerium (Referatsleiterin "Bürger-
schaftliches Engagement")
Roland Koch, Hessischer Ministerpräsident
Andreas Mengelkamp, Vorsitzender des KAB-Diözesanverbands Limburg, Lucia Schneiders-Adams, Referentin der KAB Westdeutschlands (Köln), Dr. Heide Mertens, Referentin der KFD (Düsseldorf), Gudrun Gebhard, Hilfe für das autistische Kind - Regionalverband Rhein-Main, Regina Euba, ADSUM e.V. (füreinander da sein), Frankfurt-Fechenheim nicht zu sehen:
Ute Samson, Hospizbewegung Idsteiner Land e.V.

Limburg, 21.6.02,  Ernst Leuninger

Studien- und Begegnungsfahrt nach Wien 

Am Samstag, 24. August trafen wir uns um 7.oo Uhr in Bad Camberg an der Autobahnraststätte, um nach Wien zu fahren. In Medenbach, Frankfurt-Hbf und Fechenheim nahmen wir noch Passagiere an Bord, bis der Bus fast voll war. Dann ging die Fahrt Richtung Süden. Nach dem Mittagessen in der Nähe von Regensburg kam bald Passau in Sicht und die Grenze, die uns aber nicht aufhalten konnte. In Österreich fuhren wir vorbei an Stift Melk, das später auf unserem Besuchsprogramm stand und kamen gegen 19.oo Uhr im Don-Bosco-Haus in Wien an, wo das Abendessen auf uns wartete. Der restliche Abend stand zur freien Verfügung mit gemütlichem Beisammensein. Der Sonntag begann mit einer Hl. Messe im Stephansdom mit anschließender Domführung. Nach dem Mittagessen im DonBosco-Haus schloß sich ein Stadtspaziergang durch die Wiener Altstadt an. Der Montag war reserviert für die Historie, sprich Schloß Schönbrunn auf den Spuren von Maria Theresia und Sissi. Nachmittags hatten wir eine große Stadtrundfahrt unter fach- und sachkundiger Leitung. Den Abschluß bildete ein Besuch im Prater mit Riesenrad und anderen Attraktionen. Der Dienstagvormittag war eigenen Unternehmungen vorbehalten. Am Nachmittag besuchten wir ein Alten- und Pflegeheim der "Caritas Sozialis" und hörten dort, wie in Wien Krankenpflege und Sterbebegleitung in humanem Umfeld verwirklicht wird. Danach war die moderne Kunst an der Reihe: wir sahen uns das "Hundertwasserhaus" an. Den Abend ließen wir feuchtfröhlich ausklingen, wir besuchten ein HeurigenLokal in Grinzing, wo die Schnitzel größer waren als die Teller. Übrigens hat uns Hans-Gerd Arnold allmorgendlich, unterstützt von Erna Brehl, aus den "Spuren des Lebens" in den Tag eingestimmt. Am Mittwoch stand eine Burgenlandfahrt auf dem Programm. Der frühere KABBundessektretär Österreichs, Herr Franz Tschida, führte uns nach Eisenstadt, zum Haydn-Mausoleum und nach Rust. Nach einer Bootsfahrt über den Neusiedlersee von Illmitz nach Mörbisch schloß sich eine Weinvesper an. Der Donnerstag begann wieder historisch: wir besuchten Stift Melk mit Museum und die wunderschöne Kirche. Nach dem Mittagessen fuhren wir weiter nach Krems zu einer NostalgieSchifffahrt mit anschließender Heuerjause mit Wachauer Schmankerln und einem Operettenkonzert des 83. K+K-Regiment. Am Freitag durften wir 2 Stunden bei der Generalprobe der Spanischen Hofreitschule zusehen. Anschließend besuchten wir die Schatzkammer in der Hofburg. Am Abend hatten wir ein festliches Essen mit KAB-Freunden aus Wien. Der Samstag begann mit einer Fahrt durch den Wienerwald, Kloster Heiligenkreuz, Mayerling, Helenenthal und zurück durch den Nobelkurort Baden bei Wien. Nach dem Sonntags-Gottesdienst im Don-Bosco-Haus kam der krönende Abschluss: Ein Mozartkonzert im Goldenen Saal des Musikvereins. Am Sonntag ging's nach dem Frühstück zurück nach Hause.

Werner Laux  

Die Amtsübergabe, links Paul Erbach
Paul Erbach neuer Diözesan- und Bezirkssekretär der KAB

Am 1.10.2003 beginnt Paul Erbach aus Limburg-Dietkirchen sein Amt als neuer Diözesan- und Bezirkssekretär der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Limburg. Er löst Hans Gerd Arnold ab, der am 21. November 2003 in den Ruhestand verabschiedet wird. 

Paul Erbach, 44 Jahre,  ist ausgebildeter Bau- und Möbelschreiner und hat lange in verschiedenen verantwortlichen Positionen gearbeitet. Erst kürzlich hat er am Katholisch-Sozialen-Institut in Bad Honnef die Ausbildung zum Sozialsekretär absolviert. In der Vereinsarbeit war und ist er ehrenamtlich tätig, vor allem in der Feuerwehr. Er hat eine Ausbildung im Katastrophenschutz zum Zugführer eines ABC-Zuges und setzte sich als Bezirksvorstandsmitglied der KAB Limburg u.a. für Tauschringe ein.  Der KAB-Diözesanverband hat 2400 Mitglieder in 41 Vereinen und ist in die Bezirke Rhein-Main und Limburg eingeteilt. Paul Erbach ist zugleich Sekretär des Bezirksverbandes Limburg.

Die KAB bemüht sich vor allem um die Situation der arbeitenden Menschen und ihre soziale Sicherung. Sie sorgt sich um die Familien und wirkt in den Gemeinden der Kirche mit. Sie kooperiert vor allem mit anderen Sozialverbänden und den Gewerkschaften.

 

 

 

Vortrag von Erna Brehl 
auf dem Deutschen Seniorentag in Hannover am 7.10.03
 
Frauen im Ruhestand?
 

 

Meine sehr verehrte Damen und Herren,  

Frauen im Ruhestand  - Fragezeichen – gibt es das überhaupt. Wann ist eine Frau  im Ruhestand. Ist damit nur die Beendigung der Erwerbstätigkeit gemeint? 

Ich möchte Ihnen jetzt erst mal von meinen Erfahrungen berichten. Ich war schon immer sehr aktiv. Bereits in meiner Grundschulzeit wurde ich als Klassenaufsicht für jüngere Schüler eingesetzt. Später war ich in der Jugendarbeit – erst in der Kirche u.a. als Pfarrjugendführerin und dann im Verein als Sport und Jugendwartin im Wildwasser und Kanu-Slalom aktiv. Ich war seinerzeit auch einige Jahre Schriftführerin im Präsidium des Hessischen Kanu-Verbandes. 

Nach kurzer Ehe wurde ich schuldlos geschieden und suchte meinen Weg als alleinerziehende Mutter eines Sohnes.  

In meiner Dienststelle gehörte ich fast 20 Jahre dem Personalrat an und engagierte mich natürlich auch gewerkschaftlich. 

Doch bereits mit knapp 53 Jahren wurde ich in den „Ruhestand“ versetzt – aus Gesundheitsgründen. Dies war ein schwerer Schlag für mich, zumal ich noch ein paar Stufen auf der sogenannten Karriereleiter vor mir hatte. Ich kam mir nunmehr ausgegrenzt und nutzlos vor und wusste mit meiner mir jetzt zur Verfügung stehenden Zeit nichts mehr anzufangen. Seinerzeit war ich alleinstehend, mein Sohn war ausgezogen und ich hatte nur einen kleinen Hund. In der ersten Zeit habe ich mich von allem zurückgezogen. Ich kochte damals extra italienische Gerichte, damit ich dazu Rotwein trinken konnte. Denn danach konnte ich immer so schön schlafen. Bis ich mir darüber klar wurde, dass ich so nicht weitermachen konnte. So habe ich wieder Anschluss an meinen Freundeskreis gesucht und gefunden.  Es hat mir natürlich dabei auch sehr geholfen, dass ich mich in psychotherapeutischer  Behandlung befand. 

Mit 55 Jahren heiratete ich einen alten Jugendfreund, dessen Frau 2 Jahre vorher an einer Krebserkrankung verstarb. Nun begann für mich eine sehr schöne Zeit. Ich wurde wieder auf der ganzen Linie aktiv. Ich engagierte mich sowohl im Pfarrgemeinderat als auch parteipolitisch, wurde stellvertretende Stadtbezirksvorsteherin in unserem Stadtteil und stellvertretende Seniorenbeirätin des Magistrats der Stadt Frankfurt. Auch im Karnevalsverein betätigte ich mich zusammen mit meinem Mann aktiv.  Wir gingen beide „in die Bütt“ mit Solovorträgen und auch mit Zwiegesprächen. Dann kam der Tag, an dem mein Mann in den „Ruhestand“ ging. Von diesem Tag an war nichts mehr so wie vorher. An ein geregeltes Leben war nicht mehr zu denken. Mein Mann, der während seiner Berufszeit morgens um 05.oo Uhr aufstehen musste, nutzte jetzt die Gelegenheit, bis10.00 Uhr zu schlafen. Man kann sich leicht ausrechnen, wann das Frühstück beendet war usw. Mein Mann hatte auch keine Hobby`s, außer Briefmarken und Münzen sammeln. So habe ich dann wenigstens versucht, ihn für einen Kleingarten  zu begeistern, was mir auch gelang. Mit der Gartenarbeit wollte er aber zunächst nichts zu tun haben. Da wir jedoch einen neu anzulegenden Garten erworben hatten, fühlte er sich in den ersten Jahren nur für die baulichen Maßnahmen zuständig. Mit großer Hingabe und Ideenreichtum hat  er dies  auch hervorragend erledigt. So nach und nach wuchs aber auch die Liebe zur Gartenarbeit selbst. So hat mein Mann seinen Ruhestand ohne jede Langeweile überstanden. Leider ist er vor fast 2 Jahren einem Krebsleiden erlegen. 

Frauen im Ruhestand heißt unser Thema. Seit 1986 bin ich auch Mitglied in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung , also in der KAB. Ich habe mich von Anfang an in der Seniorenarbeit engagiert und wurde auch gleich in den  Seniorenvorstand  des Bezirks Rhein-Main gewählt. Nach einigen Jahren wurde ich Bezirks-Senioren-Beauftragte. Meine Aufgabe ist es ,mit meinem Leitungsteam Bildungsveranstaltungen, Kultur- und Begegnungsfahrten, Einkehrtage und vieles mehr zu organisieren. Seit einiger Zeit bin ich Seniorenbeauftragte des Diözesanverbandes Limburg und gehöre dem Senioren-Vorstand des Westdeutschen Verbandes an. 

So weit zu meinem persönlichen Ruhestand. 

Sehr viele Frauen betätigen sich nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben neben ihren täglichen Hausfrauenpflichten – die ja meistens ein ganzes Leben lang bestehen bleiben – ehrenamtlich in der Kirche, in Vereinen oder in Institutionen der „Nachbarschaftshilfe“ 

Das kirchliche Engagement beinhaltet in der Regel Betreuung von älteren hilfsbedürftigen Menschen in Altersheimen, Krankenhaus-Besuchsdienste, Hausaufgabenhilfe z.B. für ausländische Kinder, Küsterdienste, allwöchentlich die Kirche zu schmücken, Fahrdienste zu kirchlichen Veranstaltungen, Leitung von Altenklubs und vieles mehr. 

In der „Nachbarschaftshilfe“ sind Frauen ebenfalls sehr aktiv. Sie helfen beim Einkaufen oder übernehmen den Einkauf selbständig, begleiten ältere oder hilfsbedürftige Personen zum Arzt, fahren sie im Rollstuhl spazieren, helfen beim Ausfüllen von Formularen und erledigen Behördengänge, verrichten kleine Hilfsdienste in der Wohnung, lesen vor, unternehmen Spaziergänge und so weiter. 

Dies alles machen Frauen ehrenamtlich und unentgeltlich. Es bietet also keinen Anreiz, um evtl. die Rente aufzubessern, die ja im allgemeinen ohnehin niedriger ausfällt als bei Männern. Frauen machen dies aus ihrem sozialen Verständnis heraus.  Den meisten Frauen ist auch der Umgang mit anderen Menschen und der persönliche Kontakt sehr wichtig. Was würde mit unserem Staat passieren, wenn alle Frauen plötzlich Ihre Ehrenämter niederlegten? Das ganze Staatsgefüge würde auseinanderbrechen! 

Ja, und was haben wir mit unseren Kindern gemacht? Wir haben sie nach Strich und Faden verwöhnt und haben ihnen alle Steine aus dem Wege geräumt. Und was ist der Dank dafür? Heute dürfen wir ihre Kinder , also unsere Enkelkinder, hüten. Ich erlebe es immer wieder, wie schwierig es ist, einen gemeinsamen Termin z.B. für eine Tagesfahrt zu finden. Ein Enkelkind muss zur Musikschule, das andere zum Turnen begleitet werden, wenn sie nicht ganz und gar den ganzen Tag über betreut werden müssen. Und dies alles, damit der gewohnte Lebensstandard  beibehalten werden kann. 

Hier ist also vom Ruhestand auch keine Rede mehr. 

Es gibt aber auch noch eine ganz andere Seite. Viele Arbeitnehmer träumen davon, nach ihrem Arbeitsleben zu reisen und die Welt kennen zu lernen. Wenn es dann so weit ist, sieht manchmal die Wirklichkeit ganz anders aus. Wird z.B. ein Ehepartner krank und stirbt, bricht für den Überlebenden eine Welt zusammen. Und wenn dann nach langer Zeit die Trauer einigermaßen überwunden ist, ist es für viele einfach undenkbar, alleine zu verreisen. Überhaupt ist dann alles ver-

ändert. Für eine Frau bedarf es schon einer großen Überwindung, alleine in ein Restaurant zum Essen zu gehen.

Und wenn sich der Freundeskreis überwiegend aus Paaren zusammensetzt, entsteht oft das Gefühl, fünftes Rad am Wagen zu sein. Die Folge ist dann meistens, dass man sich zurückzieht und langsam immer einsamer wird. 

Überhaupt ist es ganz wichtig, Wünsche nach einer Partnerschaft – bis hin zur Sexualität – nicht aus falscher Scham zurückzustellen. 

Manchmal fallen auch Träume von einem freien Leben im Ruhestand in sich zusammen, wenn ein Krankheitsfall bei einem selbst eintritt. Frauen waren immer schon einer Mehrfachbelastung ausgesetzt mit Haushalt, Familie und Beruf. Da ist es nicht verwunderlich, dass u.a. Knochenerkrankungen  wie Osteoporose, Bandscheibenschäden usw. auftreten. Und nun stellt sich die entscheidende Frage, wie geht man damit um, wenn man nicht mehr alles selbst machen kann. Man muss es einfach lernen, Hilfe anzunehmen und nicht nur immer zu geben. 

Letztendlich kann man feststellen, und das ist mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen, Frauen scheinen mit dem Ruhestand besser zurecht zu kommen, weil sie in der Regel flexibler sind. Dies haben sie in den Zeiten der Kindererziehung vielfach bewiesen.

 

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Leitsatz mit auf den Weg geben:

Fange niemals an

aufzuhören

und vor allem

höre nie auf anzufangen.

Erna Brehl  

Pressemitteilung- Hessentag

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) lädt im Namen der katholischen Verbände zu einer Informationsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion zum Thema „Das Rentenmodell der katholischen Verbände“ auf den Hessentag nach Weilburg ein.

Die Veranstaltung findet am 22.06.2005 ab 16:00 Uhr im Pfarrheim Hl. Kreuz, Frankfurterstr. 8 statt. Bitte dem Wegweiser „Mutter und Kind – Oase“ folgen.

Referentin ist Lucia Schneiders-Adams, Referentin für soziale Sicherung, KAB Bundesverband.

An der Podiumsdiskussion nehmen teil:

Frau Anne Oppermann, soziapolitische sowie forschungs- und gesundheits-

politische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion

Herr Dr. Thomas Spies, gesundheitspolitischer Sprecher und stellvertretender

Vorsitzende des Arbeitskreises Sozialpolitik der SPD Landtagsfraktion

Frau Anna-Maria Mette vom Bundesvorstand der KfD

Herr Hubert Bellert, Sachbeauftragter für Familie, Arbeit und soziale Sicherung,

Familienbund der Katholiken

Herr Schwender Kolpingwerk Deutschlands

Dr. Ernst Leuninger, KAB Diözesanpräses

Diskussionsleiter: Andreas Mengelkamp, KAB Diözesanvorsitzender

Zu dieser Veranstaltung sind alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen

Bericht über den Verlauf:  

Podium

Ein durchaus vorwärts weisendes Rentenmodell  

Darin waren sich die VertreterInnen aus Politik und Verbänden einig, als sie im Podium der katholischen Verbände miteinander und dem Publikum anlässlich des Hessentages im Pfarrsaal der katholischen Kirche in Weilburg am 22.Juni über das Rentenmodell der katholischen Verbände sprachen. Andreas Mengelkamp, der Diözesanvorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) freute sich, dass er etwa 50 Gäste begrüßen konnte. In das Modell führte Frau Schneider-Adams (KAB) ein. Es besteht aus drei Stufen, einer Sockelrente für alle bezahlt durch einen Beitrag auf alle Einkommen, einer Rente auf das Arbeitseinkommen bezahlt wie bisher aus Beträgen von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern und einer Zusatzrente als Betriebsrente oder Privatversicherung. Es sei sozial vertretbar, familiengerecht, entlaste die Lohnnebenkosten und beruhe auf Beiträgen. Fachleute hätten das Ganze durchgerechnet.

 Die Vertreter aus der Politik, Frau Anne Oppermann MdL unter anderem soziapolitische Sprecherin der CDU im hessischen Landtag und Herr Dr. Theo Spieß, stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Sozialpolitik der SPD-Landtagsfraktion begrüßten grundsätzlich das Modell als einen wichtigen Gesprächsbeitrag zur derzeitigen Diskussion, sie merkten einige Fragen an, so die Frage, ob denn tatsächlich paritätisch entlastet würde und nicht die Arbeitnehmer wieder zuviel zahlen müssten, sie luden aber die beteiligten Verbände ein, mehr Öffentlichkeit für ihr Modell herzustellen.

Von den Verbänden sprachen Frau Anna-Maria Mette von der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, Herr Hubert Bellert vom Familienbund der Katholiken und Herr Schwender vom Kolpingwerk. Ihre Verbände haben einen wichtigen Beitrag zu diesem Modell geleistet und unterstützen es. Mit etwa einer Million Mitgliedern sind sie schon ein bedeutsamer Gesprächspartner in Deutschland. Der Diözesanpräses der KAB-Limburg Prof. Dr. Ernst Leuninger schlug den Anwesenden vor, im vermutlich bevorstehenden Wahlkampf „runde Tische“ mit Verbandsvertertern und Politikern durchzuführen, denn das Rententhema wird ein wichtiges Thema der Zukunft bleiben und darf nicht zu einem weiteren Abbau des Sozialstaates führen, wie bisher doch geschehen. Solidarität sei zu wichtig für eine Gesellschaft, als dass sie aufs Spiel gesetzt werden dürfe. Noch mehr auf Eigenleistung zu setzen sei aber im höchsten Maße unsolidarisch.

 

Nachruf für Jakob Tries

So spricht der Herr:

„Ich bin die Auferstehung und das Leben."

 

 

Der Diözesanverband und der Bezirksverband Limburg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung nimmt in großer Trauer Abschied von seinem langjährigen Sekretär

Jakob Tries

geboren am 29.11. 1936 und gestorben am  20.08.2005

 

Andreas Mengelkamp, Diözesanvorsitzender, Gerda Jung, stellv. Diözesanvorsitzende, Ernst Leuninger, Diözesanpräses, Dieter Klug, Bezirkspräses, Paul Erbach, Diözesan- und Bezirkssekretär

Limburg, den 21.8.2005

Das Requiem war am Donnerstag, 18. August 2005 unter großer Anteilnahme vor allem der KAB um 14.00 Uhr in der Liebfrauenkirche Hadamar; es wurde vom Diözesanpräses zelebriert, anschließend war die Beerdigung von der Friedhofskapelle auf dem Herzenberg aus.

Nachruf

Jakob Tries wurde am 29.11. 1936 in Hadamar geboren. Dort heiratete er seine Frau Monika Bendel. Sie hatten drei Kinder.

Schon früh musste er nach dem Tod seines Vaters in der väterlichen Landwirtschaft seine volle Arbeitskraft einbringen. Erstaunlich ist seine berufliche Karriere. Er hatte die für die Arbeit in der KAB so wichtige Erfahrung in verschiedenen Feldern der Arbeitwelt. Damit war er gerade für arbeitende Menschen ein ausgezeichneter Gesprächspartner. Durch die Belegung von Ergänzungskursen z.B. in Arbeits- und Sozialrecht hat er sich für seine Arbeit weiter qualifiziert von seiner Ausgangsausbildung Meister der Landwirtschaft her. Durch diese Weiterbildung erhielt er eine Eingruppierung die der eines Sozialabeiters mit selbständigen Aufgaben entsprach, weil das Arbeitsfeld diese Herausforderungen stellte und er dies sehr gut ausfüllte.

Nach seiner Ausbildung, die ihn bis zum Landwirtschaftsmeister führte, wirkte er in der Gutsverwaltung von Kloster Marienstatt.

Am 1. März 1969 trat er die Stelle des Diözesansekretärs in der KAB Limburg an, die er bis zu seinem Eintritt ins Rentenalter Ende 1999 ausfüllte. Damit verbunden war zugleich auch die Aufgabe eines Bezirkssekretärs Limburg. Neben der Förderung der Vereinsarbeit hat die Beratung der Mitglieder einen großen Stellenwert in seiner Arbeit gehabt. Überregional hat Jakob Tries 30 Jahre den Diözesanverband der KAB im Westdeutschen- und Bundesverband vertreten und verschiedene Spezialaufgaben übernommen. Außerdem hat er sich für die Interessen der Mitglieder in den Gremien der Selbstverwaltung der Krankenversicherungen engagiert. Seit März 1969 hat er im Vorstand des KAB-Landesverbandes mitgewirkt und war seitdem ACA Landesgeschäftsführer. Hinzu kam die Mitwirkung in den Gremien der Bildungswerke und anderer Einrichtungen der KAB. Darüber hinaus war er 16 Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Verbände im Bistum Limburg.

Nicht zuletzt war er in seiner Heimatstadt Hadamar und im Landkreis ehrenamtlich in den Gremien tätig, drei Amtsperioden im Stadtrat Hadamar und eine Amtsperiode im Kreistag.

Die Sozialberatung führte er auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Ende November 1999 bis zu seiner schweren Erkrankung weiter.

Er starb nach langer schwerer Krankheit am 20.08.2005 in Hadamar.

  


Pressemitteilung

 

KAB-Präses Seelbach ruft zur Beteiligung an Betriebsratswahlen auf  

Betriebsräte in möglichst allen Unternehmen gefordert  

Mit der Forderung, dass es möglichst in jedem Betrieb einen Betriebsrat geben soll,hat der neue KAB-Diözesanpräses Albert Seelbach, Frankfurt-Zeilsheim, auf die im kommenden Frühjahr stattfindenden Betriebsratswahlen aufmerksam gemacht.  

Gerade in Zeiten, in denen nahezu täglich Unternehmensmeldungen über bevorstehende Massenentlassungen veröffentlicht werden, müsse auf die besondere Bedeutung von Betriebsräten nachdrücklich hingewiesen werden. Bei anstehenden Kündigungen gebe es ein wichtiges und einflussreiches Mitspracherecht der Betriebsräte, das jedoch Arbeitnehmern ohne Betriebsrat fehlt. Aus Erfahrungen vieler Unternehmen sei bekannt, wie nützlich Betriebsräte in solchen Situationen für das Unternehmen, die Belegschaft und als Hilfe für einzelnen Arbeitnehmer wirken können. Dies sei noch vor kurzem auf einem Betriebsräteempfang der katholischen und evangelischen Kirche in Frankfurt deutlich geworden.

Auch innerhalb der KAB (Katholische Arbeitnehmer Bewegung) gebe es engagierte Frauen und Männer, die als Betriebsräte aktiv sind. Gern stehen sie auch interessierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als Gesprächspartner zur Verfügung. Kontakt über das KAB-Diözesansekretariat, Tel. 06431/295-357.  

Aus Sicht der KAB sind Betriebsräte auch deshalb wichtig, weil die Arbeitnehmer über die betriebliche Mitbestimmung als „Subjekte im Wirtschaftsprozess“ an der Gestaltung der Arbeitswelt beteiligt werden, was zur Würde des arbeitenden Menschen gehört, erläuterte Seelbach abschließend

       


 

Homepage Email: Stand: 30.12.05
E. Leuninger