Bezirksverband Rhein-Main Nachruf für Anton Maibach +14.07.05 Keine Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft (23.6.05)
Aktionstag 23.4.2005 in Fechenheim Der Bezirksverband Rhein-Main umfasst die südlichen Teile des Bistums Limburg mit den Großstädten Frankfurt und Wiesbaden und den Taunus. Zu ihm gehören 21 Ortsvereine. Bezirksvorsitzender: Thomas Diekmann ThomasGDiekmann@aol.com Gemeinsame Erklärung von vier KAB-Vereinen gegen den verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Höchster Schlossfestes Protest-Börsengang 1. Juni 2000 anlässlich der erstmaligen Öffnung der Börse in Frankfurt an einem geschützten Feiertag
Am 1. Juni 2000 öffnete erstmals die Börse in Frankfurt an einem Feiertag . Weitere werden folgen. DGB, Kirchen, KAB Rhein-Main und viele andere protestierten dagegen. Am 1. Juni fand ab 11 Uhr ein Börsengang nach Frankfurt zur Börse statt. Gottesdienste waren in den umliegenden Kirchen, so um 10.00 Uhr in Liebfrauen mit Predigt von Diözesanpräses Ernst Leuninger. Der Platz vor der Börse war für den "Vatertag" wie ein Platz zum Feiern gerichtet. Es herrschte eine gute Atmosphäre. Die Börsenhändler erhielten "Freizeitaktien". Reden weschelten mit Darbietungen ab, bis hin zu einem Gesrpäch zwischen Bulle und Bär, die ja ehern vor der Börse stehen. Auch diese hätten an Himmelfahrt lieber einen Feiertag, so hieß es. Warum nur, dass war der Tenor der meisten Beiträge, müssen die Feiertage über die Börse abgeschafft werden, ein altes Kulturgut wird nutzlos verschleudert und eine CDU-geführte Landesregierung stimmt ohne Not zu, wie viele betonten. Die Gewerkschaften fordern, dass das Arbeitszeitgesetz vom Bundesgesetzgeber so geändert wird, dass eine Börsenöffnung an Feiertagen eindeutig ausgeschlossen wird. Dazu wurde eine Postkartenaktion an den Bundeskanzler gestartet.
Die KAB Rhein-Main war weiterhin mit einem Stand auf dem Börsenplatz vertreten. Der Bezriksvorsitzende Peter Thesing gab einige Interviews. Der Diözesanpräses gab ein Interview bei NTS. Das Börsengeschäft lief schwach. Für die katholische Kirche sprach Stadtdekan Raban Tillmann: "Der Dax darf nicht zur Fieberkurve unserer Gesellschaft werden". Er stellte kritische Fragen an die Verletzung des Feiertages. Der Diözesanspräses Dr. Ernst Leuninger fragte, ob am eisernen Stier vor der Börse der Tanzplatz der Börsen-AG sei, zugleich mit der Sozialministerin von Hessen, die das Ganze genehmigt habe. Das sei dann eine Neuauflage des Tanzes um das goldene Kalb, nur dass die neue Gottheit -das Geld- nicht befreit, sondern in eine neue Knechtschaft führt, die den Menschen selbst die Feiertage neidet. Der Gewerkschaft HBV muß für die vorzügliche Organisation und Durchführung des Börsengangs gedankt werden. Das Medienecho war ausgezeichnet. Tenor: Würstchen und Bier gefragter als Aktien; die Börsenöffnung an Christi Himmelfahrt ein wirtschaftlicher Flopp. Auch Händler äußerten sich kritisch. Die Deutschen müssen wieder einmal die Vorhut machen, viel halten sie nicht davon, sagte ein Börsenmakler. Gegen das sonst Übliche, wie ein Kenner der Szene betonte, wurde um 12.00 Uhr in der Börse ein Büffet gereicht, offensichtlich um die nahezu unbeschäftigten Broker bei Laune zu halten. Die Ansprache von Dr. Leuninger in der Liebfrauenkirche. Gottesdienst an Christi Himmelfahrt 2000 in Liebfrauen um 10.00 Uhr Lesung Epheser 1,17-23 Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt. Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke. Er hat sie an Christus erwiesen, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über alle Fürsten und Gewalten, Mächte und Herrschaften und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen genannt wird. Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt. Sie ist sein Leib und wird von ihm erfüllt, der das All ganz und gar beherrscht. Gedanken zur Lesung Schwestern und Brüder, Vielleicht leben wir aber in einer Zeit, in der es nur noch ein Geheimnis gibt, weil das Geld zum Gott wird. Gott und Geld, das gleiche Geheimnis? Weltweit wird das Geld zur bestimmenden Macht. Es ist gerade heute hier in Frankfurt, an Himmelfahrt, wo die Börse erstmals arbeitet, deutlich geworden, Geld ist wichtiger als die Feier Gottes. Das ist ein Signal, denn Frankfurt ist ein Vorort des Geldes. Wir werden eindimensional. Der Himmel, in den uns Jesus zum Vater voraus gegangen ist, hat keine Bedeutung mehr. Der Himmel ist aber ein Zeichen für die Herrschaft der Menschen über die Mächte und Gewalten auf dieser Erde. Er steuert sie im Sinne Gottes. Er wird nicht von ihnen gesteuert, er ist ihr Herr. Zugleich im Himmel und auf der Erde, ist das vorbei? Sind wir nur noch den Mächten dieser Welt untertänig? Manche sprechen davon, dass der Tanz um das goldene Kalb begonnen habe. Die Israeliten tanzten damals in der Wüste um das goldenen Kalb, der heilige Bulle war für sie ein Symbol der errungenen Freiheit aus der Sklaverei in Ägypten. Das wäre ja noch was, wenn die Börsianer um den ehernen Bullen vor ihrer Börse tanzen würden, als Symbol, dass nicht Geld der Gott ist. Dann könnte man ihnen sagen, ihr habt euch in der Haustür geirrt, unser Gott ist nicht aus Metall, sondern ist Geist. Aber sie tanzen ja um das Geld. Das wäre dann so, als würden die Israeliten um die Götter der Ägypter, ihre ehemaligen Herren, die sie in die Sklaverei geführt haben, tanzen. Wir wissen: Wir brauchen das Geld, aber wir tanzen nicht darum, wir wissen, dass es noch mehr gibt, was uns frei macht und nicht zu Knechten, sondern zu Herren der Gewalten dieser Erde, wie es die Lesung von Jesus und auch damit von uns Menschen sagt. Kritik des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz an der Börsenöffnung an Feiertagen (Aus einer Pressemitteilung der DBK) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Bischof Karl Lehmann, kritisierte die Börsenöffnung an Christi Himmelfahrt als eine Beschädigung der Feiertags- und Sonntagskultur. Es gebe viele feierliche Äußerungen zum Sonntagsschutz. "Hier wird jedoch in besonderer Weise der Sonntagsschutz verletzt, weil niemand Not leidet, wenn die Börse an solchen Tagen wie bis jetzt geschlossen bliebe", lautete es in einer Pressemitteilung der Deutschen Bischofskonferenz. Der Schutz der Sonn- und Feiertage sei in der Verfassung gewährleistet. Daher stellt sich dem Bischof die Frage: "Was ist unserer Gesellschaft eigentlich noch heilig?"
Bezirksverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Frankfurt An den Deutschen Gewerkschaftsbund An die Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen An die Deutsche Angestelltengewerkschaft Frankfurt, 16. März 2000 Fusion Deutsche Bank / Dresdner Bank Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, die Katholische Arbeitnehmerbewegung des Bezirks Rhein-Main unterstützt die Forderung der DGB-Gewerkschaften und der DAG nach einem Beschäftigungssicherungs- und förderungsprogramm im Rahmen eines Fusionstarifvertages. Dabei kommt es vor allem an auf die Beschäftigungssicherung für diejenigen an, die durch die angestrebte Verschmelzung vom Verlust ihres Arbeitsplatzes bedroht sind. Gleichzeitig ist wichtig, daß Chanchen für neue zukunftssichere Arbeitsplätze genutzt werden. Wir sehen uns in der Unterstützung Eurer Forderung gestützt durch die Feststellung von Papst Johannes Paul II in der Enzyklika "Libertatis conscintia" (1986): "87. Der Vorrang der Arbeit vor dem Kapital macht es für die Unternehmer zu einem Gebot der Gerechtigkeit, vor der Steigerung des Profits das Wohl der Arbeiter zu be-achten. Sie haben die sittliche Pflicht, kein unproduktives Kapital anzuhäufen und bei den Investitionen vor allem das Gemeinwohl vor Augen zu haben. Das verlangt, daß man vorrangig die Sicherung der bestehenden ... Arbeitsplätze ... sucht." Aber auch der Hinweis auf die Erkenntnis von Papst Johannes Paul II in der Enzyklika "Centesimus annus" (1991) erscheint uns wichtig: "35. ... der Gewinn ist nicht der einzige Indikator für den Zustand des Unternehmens. Es ist durchaus möglich, daß die Wirtschaftsbilanz in Ordnung ist, aber zugleich die Menschen, die das kostbarste Vermögen des Unternehmens darstellen, gedemütigt und in ihrer Würde verletzt werden. Das ist nicht nur moralisch unzulässig, sondern muß auf weite Sicht gesehen auch negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungs-fähigkeit des Unternehmens haben. Denn Zweck des Unternehmens ist nicht bloß die Gewinnerzielung, sondern auch die Verwirklichung einer Gemeinschaft von Menschen, die auf verschiedene Weise die Erfüllung ihrer grundlegenden Bedürfnisse anstreben und zugleich eine besondere Gruppe im Dienst der Gesamtgesellschaft darstellen. Der Gewinn ist ein Regulator des Unternehmens, aber nicht der einzige. Hinzu kommen andere menschliche und moralische Faktoren, die auf lange Sicht gesehen für das Leben des Unternehmens zumindest ebenso entscheidend sind." In unserer Verantwortung vor Gott werden wir Euch in Eurem Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze im Rahmen unserer Möglichkeiten zur Seite stehen. Mit solidarischem Gruß Die Bezirksleitung des KAB-Bezirks Rhein-Main - Peter Thesing - - Klaus Schönberger - - Wolfgang Steinmetz - Bezirksvorsitzender Bezirkssekretär Bezirkspräses Tages- u. Wochenendseminare / Kultur- und Begegnungsfahrten Familien Kreis XXL junge und jung gebliebene Erwachsene Seniorenarbeit Jugendliche CAJ/KAB Aktionsnachmittag auf der Frankfurter Zeil Aktion guter Hirte Schafe für Bosnien"(Weitere Informationen) Vereine im Bezirk Tages- u. Wochenendseminare / Kultur- und Begegnungsfahrten Tagesveranstaltungen und Wochenendseminare Kultur- und Begegnungsfahrten Kontaktadresse: KAB Bezirksbüro Rhein-Main
Familienarbeitskreis gegründet Seit Januar 2000 gibt es im Bezirksverband Rhein-Main einen Familienarbeitskreis. Die Mitglieder des Arbeitskreises wollen vor allem 3 Schwerpunkte in ihrer Arbeit setzen. 1. Familienarbeit vor Ort 2. Bildungsseminare u. Veranstaltungen für Familien 3. Familienpolitik Familienbildungsseminare -freizeiten In den Herbst- und Winterferien bietet der KAB-Bezirksverband Rhein-Main regelmäßig Familienbildungsveranstaltungen z.B. in Günne-Möhnesee an. Kontaktadresse: KAB Bezirksbüro Rhein-Main Kreis XXL junge und junggebliebene Erwachsene in der KAB
Kontaktadresse: Hildegard u. Thomas Diekmann Mail Wisperweg 23 65239 Hochheim Tel.: 06146 - 846652
Josef Heimbach aus Okriftel ist neuer Seniorenbeauftragter des Bezirksverbandes Rhein-Main. Er wurde im November 1999 auf dem Bezirktag der KAB Rhein-Main als Nachfolger von Erna Brehl gewählt. Erna Brehl kandidiert als Seniorenbeauftragte des KAB Diözesanverbandes im März auf dem Diözesantag. Veranstaltungen Meine Zeit im Advent" Kontaktadresse: Josef Heimbach Stettiner Straße 62 65795 Hattersheim Tel.: 06190 - 4107
Jugendliche CAJ/KAB Veranstaltungen
Kontaktadressen: CAJ Diözesanverband KAB Bezirksbüro Rhein-Main Joachim Sattler Rossmarkt 12 65549 Limburg Tel.: 06431 - 295 366 Tel.: mit diesem Aufruf tritt die KAB bundesweit für den Erhalt der Sonn- und Feirtage ein. In Frankfurt beginnen die Aktionswochen hierzu am 16.6.2000. Um 12.Uhr gestaltet Bezirkspräses Wolfgang Steinmetz in der Liebfrauenkirche das Mittagsgebet zu dem Thema Sonntag ist der Tag des Herrn". Um 13.30 Uhr nimmt der KAB-Bezirksvorsitzende Peter Thesing im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Aktionsfläche neben dem Katholischen Kirchenladen i-Punkt auf dem Liebfrauenberg zur Auseinandersetzung um den Erhalt der Sonn- und Feiertage Stellung. Dabei wird die Bevölkerung aufgerufen in ein im Kirchenladen bis zum 3.7.2000 aufliegenden Buch hinein zu schreiben, warum aus ihrer Sicht der Sonntag Sonntag bleiben muss. Es wird auch über weitere Aktivitäten der KAB-Vereine im Rhein-Main-Gebiet berichtet: 22.6. Zeilsheim: KAB und Evangelischer Arbeitnehmerbund gestalten das Gemeindefest, auf dem auch Unterschriften für den Erhalt des Sonntag gesammelt werden sollen.
21.06.00 Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) des Bezirks Rhein-Main hat am Freitag den 16. Juni 2000 beim i-punkt Katholischer Kirchenladen" am Liebfrauenberg in der Frankfurter Innenstadt ihre Aktion für den Erhalt arbeitsfreier Sonn- und Feiertage eröffnet. Bis zum 3. Juli 2000 werden interessierte Passanten die Möglichkeit haben ihre Gedanken zum Aktionsthema Sonntag muß Sonntag bleiben weil...." schriftlich niederzulegen. Im Rahmen einer Pressekonferenz vor Ort erklärte Peter Thesing, KAB-Bezirksvorsitzender: Wir fordern von den Politikern, sich eindeutig für den arbeitsfreien Sonntag auszusprechen. Dabei ist der Wildwuchs an verkaufsoffenen Sonntagen" zurückzudrängen. Denn die Verantwortlichen erfinden" immer mehr Anlässe zur Geschäftsöffnung an Sonntagen. Dies gilt auch für die Feiertage, wie Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag und Fronleichnam, an denen in Frankfurt die Börse geöffnet hat. Hier fordert die KAB alle potentiellen Käufer auf, den Handel an der Börse zu boykottieren. Höhepunkte der Aktion zur Verteidigung eines arbeitsfreien Sonntags werden Familienfeste der KAB sein: in Zeilsheim am 22. Juni 2000, in Fechenheim und Hochheim jeweils am 25. Juni 2000. Diese Feiern finden im Rahmen einer Kampagne der KAB Deutschlands in bundesweit über 800 KAB-Vereinen statt. „Der Sonntag ist für den Menschen
da“ Gemeinsame Erklärung von vier
KAB-Vereinen gegen den verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Höchster
Schlossfestes Die Vertreter der vier KAB-Vereine aus Nied, Sossenheim,
Unterliederbach und Zeilsheim bekräftigen in einer gemeinsamen Erklärung die
in den vergangenen Jahren immer wieder vorgetragenen Argumente gegen einen
verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Höchster Schlossfestes. Leidtragende
dieses Sonntagsverkaufs sind die Beschäftigten, vor allem Frauen, denen
gemeinsame Zeit in und mit der Familie genommen wird, gerade in einer Zeit, in
der es gilt die Familie, ihren Zusammenhalt und ihre Erziehungskraft angesichts
der zunehmenden Herausforderungen durch die Globalisierung zu stärken. „Ein arbeitsfreier Sonntag ist auch ein deutliches Zeichen gegen
die Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft, in der es nur selbst geschaffene Werte zu
geben scheint“, meinen die Kritiker des verkaufsoffenen Sonntags; denn: „Der
Sonntag darf kein Tag wie jeder andere sein; sonst gibt es nur noch Werktage.“ Der Sonntag als gemeinsamer
Unterbrechungs- und Ruhetag der Gesellschaft schützt vor dem Ausverkauf der
Zeit, garantiert den zeitlichen Rhythmus der Gesellschaft und macht gemeinsames
kulturelles, gesellschaftliches und religiöses Leben erst möglich. Gerade den Verkäuferinnen und Verkäufern, die an diesem
Schlossfestsonntag ihrem Beruf nachgehen, wird also nicht nur die Möglichkeit
der gemeinsamen Familienbegegnung genommen, sondern auch die der Teilnahme am
kulturellen und gesellschaftlichen Leben, das gerade beim Schlossfest seine
besonders Liebenswürdigkeit offenbart. Der Protest richtet sich also nicht gegen die Durchführung des Höchster
Schlossfestes. Im Gegenteil: wir begrüßen, dass die beiden christlichen
Kirchen ihren eigenen Beitrag zu diesem Fest leisten, s. u.a. das Angebot des Höchster
Orgelsommers in St. Justinus oder die Veranstaltung „Orgel und Gesang“ in
der evangelischen Stadtkirche Höchst. Nach 5
Jahren, in denen die Veranstalter des verkaufsoffenen Sonntags nunmehr aktiv
sind, müssen sie sich fragen lassen, was außer des stets am Ende eines solchen
oft überschwänglich erfreut festgestellten großen Besucherzustroms dabei
rausgekommen ist. Konnten Arbeitsplätze dauerhaft gesichert werden oder war
alles nur ein Nachmittags-Event? Warum werden keine anderen Maßnahmen getroffen, um den Käuferstrom
nach Höchst zu lenken? Die Verlängerung der werktäglichen Öffnungszeiten bis
zur gesetzlich erlaubten 20 Uhr-Grenze wurde bis jetzt nicht wahrgenommen. Könnte
man das nicht wenigstens im Sommer
oder als Aktionswochen während des Höchster Schlossfestes probieren –
anstatt verkaufsoffener Sonntage? Die Bevölkerung rufen wir auf, die Angebote des verkaufsoffenen
Sonntags nicht zu nutzen. Unterstützt wird diese gemeinsame Erklärung von den Vereinen der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) aus Nied, Unterliederbach, Sossenheim und Zeilsheim Klaus Schönberger ist neuer Bezirkskssekretär der KAB im Bezirk Rhein-Main
Auf
die Gerechtigkeit kommt es an Tischparlament
der KAB Rhein – Main in Frankfurt – Gallus am 08.09.2002 Die
Katholische Erwachsenenbildung, Bildungswerke Frankfurt, Main – Taunus und
Hochtaunus und die Katholische Arbeitnehmer – Bewegung (KAB) Bezirksverband
Rhein – Main veranstalteten im Vorfeld der Bundestagswahl am Sonntag, den 08. September 2002 einen politischen Frühschoppen
im Pfarrzentrum St. Gallus in
Frankfurt – Gallus. Unter dem Thema Auf die Gerechtigkeit kommt es an diskutierten in Form eines Tischparlaments Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl mit rd. 60 Gästen. Teilgenommen haben aus den Wahlkreisen Frankfurt I und II, dem Hochtaunuskreis und dem Main-Taunuskreis Manuela Rottmann (B90 / Die Grünen), Anna Lührmann (B90 / Die Grünen), Manuel Stock (B90 / Die Grünen), Christoph Schnurr (FDP), Gudrun Schaich – Walch (SPD), Dr. Fank Schmidt (SPD), Holger Haibach (CDU) und Markus Frank(CDU). Gerechtigkeit war für die KAB die zentrale Forderung im Bundestagswahlkampf 2002. Gerechtigkeit bleibt das grundlegende Prinzip für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Glaubens und Grundlage für Demokratie und politisches Handeln. Ohne Gerechtigkeit gibt es keine solidarische und menschenwürdige Gesellschaft. Unter diesen Leitgedanken wurden Themen aus den Bereichen Arbeit, Rente, Steuer, Familie, Gesundheit und Zuwanderung diskutiert. Während die Kandidaten der Parteien jeweils nach einer Runde die Tische wechselten, blieben die Gäste am Tisch und konnten anschließend mit der nächsten Politikerin oder Politiker diskutieren. Die Moderation der Veranstaltung oblag Dr. Michael Emmrich, Journalist von der Frankfurter Rundschau. Die logistische Vorbereitung und Ausgestaltung wurde besonders von dem lokalen KAB – Verein St. Gallus unter der Vorsitzenden Elisabeth Nagel unterstützt. Zum Abschluss der Veranstaltung bekam die gewählte Form eines Tischparlaments die Zustimmung nicht nur der Gäste aus der KAB und den umliegenden Stadtteilen. Auch die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Parteien sahen darin eine interessante Form der Diskussion lösgelöst von den üblichen Reden und Podiumsdiskussionen. Die Wahl am 22. September wurde von vielen anschließend sicherlich auch mit dieser neuen Erfahrung wahrgenommen. (td) Thomas Diekmann
100 Jahre KAB
Wiesbaden wurde am 18.6. in St. Bonifatius gefeiert 1905 wurde in Wiesbaden ein Katholischer Arbeiterverein
gegründet. Das war nicht leicht, wie der Vorsitzende Peter Riedle betonte, denn
Wiesbaden war ursprünglich eine mehrheitlich evangelische Stadt, aber die
Zugewanderten waren sehr oft katholische Arbeitskräfte. Riedle konnte viele Gäste
aus Politik, Kirche und Gesellschaft begrüßen. In ihrem Grußwort betonte die stellvertretende Vorsitzende
der kath. Stadtversammlung Wiesbaden NN die Bedeutung der katholischen Verbände
in Geschichte und gerade auch für heute, der Diözesanvorsitzende Andraes
Mengelkamp überbrachte die Glückwünsche des Diözesanverbandes. In seiner
Festrede legte der Redner, Bundespräses Albin Krämer vor allem Wert auf den
Erhalt der sozialen Gerechtigkeit für die Gestaltung unserer Gesellschaft.
Aufgabe der KAB sei es vor allem, dies Thema in der Gesellschaft offen zu
halten. Im Festgottesdienst zuvor hatte Diözesanpräses Ernst
Leuninger deutlich gemacht, dass soziale Gerechtigkeit eine unmittelbare Folge
der von Gott geschaffenen Menschen würde sei, alle Menschen sein gleich an Würde,
di soziale Gerechtigkeit will dies einlösen. Die Stadt Wiesbaden verlieh der KAB Wiesbaden die goldene Ehrenplakette. Vom Diözesanverband erhielt Peter Riedl für seine Verdienste in KAB und öffentlichem Leben den „Alexander-Stein-Ehernbrief. Der Vorsitzende ehrte langjährige Mitglieder. „Keine „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft“ KAB Bezirk Rhein-Main lehnt Aufhebung des Ladenschlusses Die Katholische
Arbeitnehmer-Bewegung Bezirksverband Rhein-Main unterstützt die Forderungen von
Ver.di und der meisten im Einzelhandel Beschäftigten, die die Aufhebung des
Ladenschlusses während des Confederation Cup ablehnen, damit wir nicht zu einer
„Rund – um – die – Uhr – Gesellschaft“ werden.
Das
Regierungspräsidium Darmstadt hat am 8.6.2005 eine Allgemeinverfügung nach dem
Gesetz über den Ladenschluss beschlossen, wonach während des Confederation Cup
im Stadtgebiet von Frankfurt am Main, die Geschäfte montags bis samstags von
0.00 Uhr bis 24.00 geöffnet bleiben dürfen. Dieser Beschluss wird damit begründet,
dass diese Ausnahmeregelung im öffentlichen
Interesse dringend
nötig wird: „Mit dem zu
erwartenden Besucherzustrom aus dem In- und Ausland sind erhebliche
Versorgungsbedürfnisse vorhanden,
welche während der gesetzlichen Ladenöffnungszeiten nicht befriedigt werden können.“
Diese
Begründung ist lächerlich.
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