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Katholische
Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Diözesanverband Limburg

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Bezirksverband Limburg

 

Termine 2005

Der Bezirksverband Limburg umfasst die nördlichen Teile des Bistums Limburg.

Zu ihm gehören 20 Ortsvereine

Vorsitzender: Winfried Oster Stellvertreterin: Doris Kolb

Bezirkspräses: Pfarrer Dieter Klug

Bezirksverband Limburg der KAB (Anschrift)
65549 Limburg, Roßmarkt 12
Tel: 06431/295358
Fax: 06431/295513

Paul Erbach
Sekretariat: Frau Maria Borkert

KAB-Niederbrechen 50 Jahre 27.6.05

Jubiläum Dietkirchen (Festansprache "Die Zukunft der KAB")

Tauschring pdf 1

Tauschring 2 (Mitgliedschaft)

100 Jahre KAB Ellar 6. Januar 2001

100 Jahre KAB-Waldernbach

100 Jahre Lahr

Bezirkstag 29.10.2000 Girkenkenroth

Margarete Rompel wird 100 (+ 30.3.01 - RiP))

Kreuzfest 2000

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100 Jahre KAB-Lahr

Vorsitzender Jakob Jung

 

100 Jahre KAB-Lahr

 Am Sonntag, den 10.12. 2000 feierte die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung KAB in Waldbrunn-Lahr ihr 100jähriges Jubiläum. Der Verein war in der Industrialisierung gegründet worden, als Arbeiter aus Lahr unter schwieriger menschlichen und sozialen Verhältnissen Arbeit als Maurer an Rhein und Ruhr suchen mussten. Sie wollten für gerechte Verhältnisse kämpfen und ihrem Glauben treu bleiben. Darin wurden sie von der katholischen Soziallehre unterstützt, deren erstes päpstliches Schreiben noch nicht 10 Jahre alt war. Fast um die gleiche Zeit wurde ein entsprechender Verein in Waldernbach und Ellar gegründet. Unter den Nazis wurden sie aufgelöst und nach dem Krieg neu gegründet.

Der langjährige Vorsitzende Jakob Jung konnte viele Gäste aus nah und fern begrüßen. In seiner Festpredigt in dem vom Kirchenchor mitgestalteten Gottesdienst wies der Schirmherr, Diözesanpräses Dr. Ernst Leuninger darauf hin, dass die KAB auch heute noch notwendig sei. Die sozialen Problem seien nicht geringer geworden, Ungerechtigkeit, Armut, Arbeitslosigkeit und Ressourcenverbrauch hätten aber weltweite Dimensionen angenommen. Die KAB habe für eine gerechte Welt einzutreten, wie sie im Willen Gottes gewünscht sei.

Darauf baute der Bundesvorsitzende der KAB Hans Papenheim in seinem Festvortrag auf. Die KAB müsse die Zeichen der Zeit erkennen. Es könne nicht angehen, dass dem ökonomischen Gewinn alles untergeordnet werde. Der Mensch stehe über diesem. Alles schreie, in der Schule brauchten die Kinder fürs Leben vor allem Mathematik und Rechtschreibung, Religion und musische Fächer blieben auf der Strecke. Die Frage nach der Persönlichkeitsbildung sei aber für die Existenz einer Gesellschaft unverzichtbar. Gefordert sei auch ernsthafte Familienpolitik, wer weiß denn schon, das 90% der zu pflegenden alten Menschen in der Familie gepflegt werden. Es wird in unserer Gesellschaft vieles erarbeitet das unverzichtbar ist, das müsse ernst genommen werden, auch wenn es heute noch nicht in die wirtschaftliche Berechnung eingehe. Auch in der Rentendisksussion müsse das Prinzip, dass die Schwachen von den Starken getragen werden, durchgehalten werden, die Vorsorge kann nicht privatisiert werden, wie soll eine Familie mit einem Arbeitereinkommen und drei Kindern das bezahlen. KAB steht dafür ein, dass unsere Gesellschaft nicht völlig durchökonomisiert wird, sondern solidarisch bleibt. Der Dienst für die Gerechtigkeit in dieser Welt sei für die KAB Gottesdienst.

Die Grußworte eröffnete der Diözesanvorsitzende Andreas Mengelkamp und der Bezirksvorsitzende Winfried Oster, es folgten Bürgermeister Lothar Blättel, der Gemeinderatsvorsitzende und der Ortsbürgermeister und viele Vertreter der Ortsvereine und befreundeter KAB-Gruppen. Der Diözesansekretär Hans Gerd Arnold ehrte Mitglieder (Carola Steiof und das Ehepaar Wolf) für langjährige Mitgliedschaft. Es war ein gelungenes Jubiläumsfest.

 

Bezirkstag 29.10.2000 Girkenkenroth

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Ehrung in Girkenroth

Von Links
Arnold, Klug, Meuer, Leuninger

Foto: T. Steindorf

Auf dem Bezirkstag in Girkenroth wurde der Vorsitzende Gerhard Meuer verabschiedet und Winfried Oster zum neuen Vorsitzenden gewählt, Stellvertreterin wurde Doris Kolb. Den Alexander-Stein-Ehrenbrief erhielten der Bezirkspräses Dieter Klug für über 30-jährige Tätigkeit als Bezirkspräses und Gerhard Meuer für langjährige Tätigkeit als Bezirksvorsitzender.

Margarete Rompel wird 100

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Margarete Rompel wurde am 24.09.00 in Limburg-Lindenholzhausen
               100 Jahre alt.
Sie feierte im Kreise ihrer 8 lebenden Kinder, 23 Enkel und 23 Urenkel und aller ihrer Angehörigen. Viele gratulierten.
Margarete Rompel hatte kein leichtes, aber ein erfülltes Leben. Schon mit 14 Jahren musste sie im 1. Weltkrieg den Hof leiten.Nach ihrer Heirat half sie neben der Arbeit in der großen Familie in der Landwirtschaft und im häuslichen Schmiedebetrieb mit. Bis zum 80. Lebensjahr verkaufte sie noch Landesprodukte am Limburger Markt. Nur ein einziges Mal hat sie richtig Urlaub gemacht, nämlich in einem Müttergenesungsheim. Viele kamen und gratulierten, so auch der Vorsitzenden der KAB Lindenholzhausen Alfred Rompel (links). Der Diözesanpräses Ernst Leunigner (Mitte) überreichte ein Ehrenurkunde. 53 Jahre Mitgliedschaft kommen nicht so oft vor. Frau Rompel ist damit das älteste Mitglied im Diözeansverband.

Sie verstarb am 30.3.01, der Herr gebe ihr die ewige Ruhe

KAB St. Josef Ellar 100 Jahre

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Am 6. Januar 2001 feierte die KAB St. Josef Ellar ihr 100jähriges Jubiliäum mit einem Festgottesdienst und der Predigt ihres Schirmherrn Dr. Ernst Leuninger. Die Festansprache hielt die Schirmherrin Irmgard Blättel. Der Vorsitzende  Josef Oehl konnte viele Gäste in der Mehrzweckhalle Ellar begrüßen.

Waldernbach feiert Jubiläum

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Der Katholische Arbeiterverein (KAB) Waldernbach wird
100 Jahre alt

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Der Vorsitzende Winfried Oster ehrt auf dem großartigen Fest Bernhard Meyer (Mitte) für 72 Jahre Mitgliedschaft.

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Irmgard Werner stellte Dinkelspelzkissen her. Der Verkauferslös war für die Aktion Guter Hirte Kühe für den Kosovo betimmt. Der Vorsitzende bewundert die Arbeit.


Dr. Ernst Leuninger 06.01.01

100 Jahre KAB Ellar - zugleich Fest der Erscheinung des Herrn

Festansprache

Schwestern und Brüder

In der Auswahl Ihres Jubiläumstermines haben die Verantwortlichen der KAB-Ellar ja eine gute Hand gehabt. Sie haben das Hochfest der Erscheinung des Herrn ausgewählt. Da steht er nun der Festprediger und soll beides nicht nur in einen äußeren, sondern inneren Zusammenhang bringen. Sie Frage lautet also: „Was hat die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung mit Dreikönig zu tun, der Erscheinung es Herrn zu tun?"

Da folgen Menschen einem Stern. Sie leben aus dem Glauben, dass mit jedem neuen Menschenleben ein Stern am Himmel aufgeht, sein ganz persönlicher Stern. Und weil sie da ein außergewöhnlichen Stern in Sonnenaufgang sehen, sind sie sicher dass dort ein ganz besonderes Kinde geboren ist, ein Königssohn, ja sogar ein Königssohn, der nicht nur der Herrscher eines unbedeutenden Volkes ist, sondern der Herrscher aller Völker, Gottessohn. Ihn zu sehen, ihm zu huldigen, das treibt sie mit ihren Geschenken auf die Reise, deren Schwierigkeiten sie vermuten, deren Ziel sie nur ahnen.

Aber der Stern treibt sie voran. Als sie gegen Jerusalem kommen denken sie, hier muss es sein. Sie gehen nach Jerusalem und natürlich in den Königspalast, wo denn sonst soll ein solches Kind geboren werden. Der Weg führt zu den Mächtigsten des Landes. Fehlanzeige, dort finden sie das Kind nicht. Bethlehem ist der Hinweis, den sie erhalten. Als sie sich dahin auf den Weg machen, sehen sie ihren Stern wieder, den sie ja eigensinnig verlassen hatten. Und sie finden das Kind. Nicht hohe Stufen und einen orientalischen Thron müssen sie ersteigen, sondern sich niederbeugen , hinknien vor einem Kind von armen Eltern in bescheidensten Verhältnissen. Ihm huldigen sie, ihn beten sie an, ihm schenken sie ihre Gaben.

Unsere Zeit ist auch auf der Jagd nach einem Stern. Früher, so sagte jemand, haben die Menschen Tiere gejagt, das tun sie heute noch, siehe auch BSE, dann haben sie auf andere Menschen Jagd gemacht, das können sie in Perfektion, heute jagen sie sich selbst. Auf der Jagd nach dem eigenen Ich, ihm huldigen, es anbeten ihm allein dienen, das ist oft das wichtigste Lebensziel. Wir wissen als KAB und hier das K katholisch im Wort, dass unser Stern von Gott kommt. Das K ist auch vom Wort her umfassend und meint alle, die den Weg Jesu gehen wollen. Er leitet uns den Weg, sonst folgen wir allen möglichen Irrlichtern. Das ist ein Weg, der sogar nach dem Tod noch die Perspektive der Erfüllung hat, die von vielen hier auf der Welt gesucht, aber nicht gefunden wird. Das gilt heute mehr denn je. Schauen sie sich einmal den Markt an, der sich um die Ichjagd gebildet hat, von der Esoterik bis zum Feuerlaufen ist alles drin, wir folgen unserem Stern, wir folgen Gott.

Was finden wir denn auf der Ichjagd, nur uns selbst mit alle unseren Grenzen und Sorgen. Die Weisen finden im Folgen des Sternes ein Kind armer Eltern, sie müssen sich niederbeugen und hinknien, klein machen, um die Herrlichkeit Gottes in dieser Welt zu erfahren. Als sie dies taten erfuhren sie die Größe Gottes und waren glücklich. In Armut und Elend spüren sie die Gegenwart des großen Gottes. Der Buchstabe A in KAB hat etwas mit Arbeit zu tun, aber auch Armut fängt mit diesem Wort an. Wir laufen nicht mit den großen Hunden und schauen nicht auf die Mächtigen dieser Welt. Wir wissen, dass die sicherste Erfahrung der Größe und Herrlichkeit Gottes in der Zuwendung zum notleidenden Nächsten ist. Die Not der Menschen ist weltweit nicht geringer geworden als vor 100 Jahren. Dabei denken wir an die vielfältige Not in aller Welt, die Armut, den Hunger, die Arbeitslosigkeit, die nehmen wir in den Blick, wenn wir das Kind suchen. Die Sternsinger von heute haben das verstanden. Das wird uns der nochmals beim Gericht bestätigen, von dem der dann in Macht und Herrlichkeit kommt. Er wird uns sagen, dass wir im geringsten seiner Brüder und Schwestern ihm begegnet sind. Wenn wir uns zu diesen hinbeugten, dann fanden wir das göttliche Kind in der Krippe, wie die Weisen im Morgenland. Wir haben den Kontrast von Palast und Stall erkannt. Im Elend wird die Herrlichkeit Gottes erfahrbar. Hier ist Erscheinung des Herrn für uns.

Die Menschen haben es immer eiliger, sie wissen, dass ihn auf dem Weg zur Icherfüllung die Zeit knapp wird. Ja ein Leben reicht nicht aus, da muss es schon die Seelenwanderung sein. Die Weisen gehen glücklich heim, weil sei nun wissen, wo sie da Kind finden, es ist bei ihnen und weist ihnen auch weiterhin den Weg, nicht zu Herodes sondern heim. Auch wir sind unterwegs. Auf dem Weg in die ewige Heimat. Wir sind in Bewegung. Das sagt das B in unserem Namen. Wir sind keine Olympioniken, die durch immer mehr Leistungssteigerung und sei es auch mit Drogen Höchstziele erreichen müssen, wir wissen wie die Weisen, dass wir zu einem Kind unterwegs sind, dass uns die Herrlichkeit Gottes sichtbar machen wird. Dabei sind wir nicht allein, wir gehen gemeinsam und in unserer Mitte ist Jesus, der Weg und Ziel zugleich ist. Er lebt sogar in uns. So sagt Paulus: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir." Dies stärkt uns in all unseren Sorgen und Ängsten, macht uns aber auch fähig, andere zu stärken und darin Erfüllung zu erfahren.

Erscheinung des Herrn, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, unterwegs mit dem Herrn, zum Herrn in seiner irdischen Realität in den Mühseligen und Beladenen und zur Herrlichkeit die daraus einmal voll aufstrahlen wird. Wir wissen, wem wir heute unsere Gaben zu bringen haben, denen in ihrer Not, die uns die Begegnung mit dem Herrn möglich machen, Ihn uns erscheinen lassen. Darüber dürfen wir heute jubeln.

Amen


Tauschring 

                 Talentportrait             

 

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Angebote an den Tauschring der KAB Bezirksverband Limburg:

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Ausbildung(nur die Angebote betreffend)...............................

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Das Talentportrait ist gleichzeitig die Beitrittserklärung zum

„Tauschring der KAB des Bezirksverbandes Limburg“.

Mit der Beitrittserklärung willigen die TeilnehmerInnen in die

Weitergabe dieser Daten ( innerhalb des Tauschrings der KAB des Bezirksverbandes Limburg ) ein.

Die Verwaltungs- und Kontoführungsgebühr beträgt z.Z. €0,50.

Bitte geben Sie das Talentportrait unterschrieben zurück.

 

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               Datum/Unterschrift

Kontaktadressen:

Paul Erbach Ludwigstr. 15A 65553 Limburg 06431/71664

                          E-Mail: www.DIEErbachs@aol.com

Josef Oehl Kirchstr.12 65620 Waldbrunn-Ellar 06436/4189

Am Dienstag, 22.10.2002, beging die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Dietkirchen ihr 25 jähriges Bestehen­

Der Jubliläumsvorstand mit Heinz Erbach1. Vors.,  Präses Staudt, Irene Rupprecht, Walter Zuckrigl, Albert Leuninger, Hannelore Beck, Josef Beck

Das Fest wurde mit einem Gottesdienst und Predigt von Präses Pfarrer Alois Staudt in der Lubentiusbasilika begonnen. Der Vorsitzende Heinz Erbach konnte viele Gäste begrüßen, darunter den Bürgermeister und den Stadtverordnetenvorsteher von Limburg. Der Festredner Diözesanpräses Ernst Leuninger wies darauf hin, dass die KAB auch in Zukunft gebraucht werde, damit die Welt ein menschenwürdiges Angesicht immer mehr bekomme und behalte. Soziale Gerechtigkeit und Solidarität seien die großen Themen für unsere Welt für die die KAB stehe.

Anschließend ehrten Gerda Jung, Hans-Gerd Arnold und Winfried Oster von der die  Diözesan- und Bezirksleitung viele verdiente Mitglieder. Geehrt wurden mit dem Alexander-Stein-Ehrenbrief Albert Leuninger, Irene Rupprecht und Herr Heinz Erbach. Viele weitere Mitglieder erhielten die silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft. Wie Walter Zuckrigl eindrucksvoll die Vereinsgeschichte erläuterte ist der Verein auch besonders im Dorfleben aktiv und hat 38 Mitglieder. 

Festansprache Diözesanpräses 

Dr. Ernst Leuninger, Jubiläum der KAB Dietkirchen

Die Zukunft der KAB

1.    Die Frage der Zukunftsfähigkeit der KAB

Was war los am Montag, den 10. Oktober 1977:

In London verurteilt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International scharf die Menschenrechtsverletzungen in der DDR. Die DDR gibt es nicht mehr.

Im Karlsruher Versuchskraftwerk, das als „schneller Brüter“ aus Uran spaltbares Plutonium erzeugen soll, wird mit dem Einleiten der ersten Kettenreaktion der Betrieb aufgenommen. Der schnelle Brüter ist als viel zu gefährlich aufgegeben.

In Dietkirchen fand die Gründungsversammlung der KAB statt. Die KAB-Dietkirchen feiert Jubiläum, wir gratulieren und wünschen ein gut Zukunft.

Sie feiern das 25jährige Jubiläum. Wir bereiten uns im Diözesanverband auf unser 100-jähriges Jubiläum 2004 vor. Dabei stellt sich natürlich die Frage der Zukunftsfähigkeit des Verbandes. Diese entscheidet sich vor allem daran, wie sehr ein solcher Verband in unserer Gesellschaft gebraucht wird und wie sehr wir davon überzeugt sind, dass er gebraucht wird und wir uns dafür einsetzen. Es kommen angesichts der Postmoderne, in der wir leben schon die Zweifel, ob wir denn modern, oder vielleicht sogar postmodern sind, was immer dies bedeutet.

Damals hatten wir noch erhebliche Wachstumsraten, erste Probleme zeigten sich an. Aber die Industrialisierung war noch voll am Laufen. Immerhin waren dies ja auch die Themen einer Vortragsreihe mit 74 Teilnehmern:

Geht der Fortschritt ungebrochen weiter?

Energiebedarf und Energiequellen der Zukunft

Chancen und Risiken der Atomenergie

Die Verantwortung der Christen für die kommende Entwicklung

Wir können nicht zurück, doch können wir so weiter vorwärts

Die Themen waren mitten in der sich herausbildenden Problematik der Industriegesellschaft der Moderne, der Glaube, dass alles technisch machbar sei, geriet ganz langsam in die Krise. Heute haben wir die Postmoderne. Globalisierung, weltweite Aufspaltung zwischen arm und reich, das Ende de gesicherten Erwerbsarbeit, Ökokrise um nur einige Themen zu nennen. Die Frage nach der Zukunft ist gestellt, die Frage nach unserem Anteil an einer aktiven Zukunftsgestaltung.

Ich möchte die Frage wie folgt stellen: „Braucht es für die Gestaltung der Zukunft die KAB?“ Wenn wir gebraucht werden, dann wächst auch unsere Zukunftsfähigkeit. Dies möchte ich in sechs Thesen abhandeln.

1.    Die Menschen brauchen die KAB

2.    Die Kirche braucht die KAB

3.    Die Arbeitswelt braucht die KAB

4.    Der Staat braucht die KAB

5.    Die Gesellschaft braucht die KAB

6.    Die sich entwickelnde Globalität braucht die KAB

Diese Fragestellung ergibt sich aus den Zielen und Aufgaben, wie sie in unserer westdeutschen Verbandsatzung gegeben sind und ich werde auch weitere Grundsatzpapiere dabei verwenden, wie z.B. die Limburger Erklärung über „...weil es Neues zu gestalten gilt!’ Teilhabe und Teilnahme in der gespaltenen Gesellschaft (1995)“, den Beschluss von Bottrop (1999) über „die Zeichen der Zeit erkennen - Arbeit und leben neu gestalten“ und das Grundsatzprogramm der Bundesverbandes der KAB von 1996, um nur einige zu nennen.

1 Die Menschen brauchen die KAB

Hier geht es zuerst einmal um das, was unsere Mitglieder selbst von der KAB erwarten und ob sie diese Erwartungen erfüllt bekommen. Dazu bedarf es des Hinweises, was in der Gesellschaft der Zukunft die neuen Herausforderungen sein werden. Auch hier sind nur einige Hinweise möglich.

Aus den gesellschaftlichen Entwicklungen der Zukunft möchte ich die Individualisierung besonders herausgreifen. Sie zeigt sich darin, dass 34% (1996) (1972 14%) Einpersonenhaushalte sind, 21% aller Volljährigen leben in Einpersonenhaushalten, diese Entwicklung geht weiter in Großstädten ist sind es schon viel mehr. Es wird dabei oft von Singlegesellschaft gesprochen, dies ist sie aber nicht, denn ein Single lebt bewusst die Vereinzelung, Menschen heute bekommen sie oft aufgezwungen, durch Ausbildung, familiär, durch Lebensschicksal, Tod des Partners, durch berufliche Herausforderung. Dies zeigt sich ja auch in den Großstädten. Die Familien verwandeln sich, in der unmittelbaren Erfahrung werden sie kleiner, durch die längere Lebensdauer wachsen ihr aber neue Aufgaben zu. Es bleibt, das wissen wir aus allen Untersuchungen, eine ungebrochene Sehnsucht nach Geborgenheit und Erfahrung von menschlicher Verlässlichkeit.

Ein zweites ist damit gegeben, dass die Menschen sich in der Planung ihres Lebens und der Gestaltung ihrer Individualität immer weniger auf vorhandene gesellschaftliche Muster stützen können. Kinder entwickeln sich ganz anders als die Eltern und oft auch, als die Eltern wollen. Schauen sie selbst einmal darauf, welche inneren Entwicklungen sie in den letzten Jahren mitgemacht haben. Der Lebenssinn bedarf ständig der kritischen Fortschreibung. Oft sind Menschen dabei allein gelassen. Die Menschen werden zu Freiheitskünstlern. Diese Freiheit kann dann auch von der Lust zur Last werden.

Hier gilt es eine erfahrbare Kleinstruktur zu bilden, in der die Menschen Freiheit und Geborgenheit gleichzeitig erfahren und Solidarität einüben können. Hier setzt die Arbeit des Vereins für und durch seine Mitglieder ein. Hier erfahren sie, wie Freiheit im Leben verantwortlich Gestaltbar ist. In der Solidarität der Mitglieder zueinander können sie familiäre Geborgenheit spüren. Diese Erfahrung von Solidarität sollte aber auch auf Menschen im Umfeld des Vereins ausstrahlen, die unsere Zuwendung benötigen.

Beim Gelingen solcher familiären Erfahrungen und dem Austausch von Lebenskulturen sind wir auf die Kompetenz aller Generationen in unseren Vereinen angewiesen, gerade das so schwierige Generationengespräch bedarf der besonderen Pflege und gleichberechtigter Partnerinnen und Partner. Hier kann die KAB durch ihre Seniorenarbeit und eine zu fördernde Arbeit mit der jüngeren Generation, die jetzt mit der CAJ ja anfängt, wichtige Dienste leisten. Der frage, wie wir mit der jüngeren Generation umgehen ist auch im Verband eine erneute Herausforderung. Gerade aber auch die Familienarbehit gewinnt große Bedeutung.

So ist der Verein in Zukunft noch mehr als bisher ein Ort menschlicher Grunderfahrungen von Freiheit und Geborgenheit zugleich, von Individualität und Solidarität. Gerade auch in Lebenskrisen wie zur Zeit der Arbeitslosigkeit oder der Frühverrentung kann der Verein zum moralischen Halt werden. Auch Alleinerziehende z.B. können hier Hilfe finden. Es bedarf der gegenseitigen Beratung und Hilfe bis hin zu professionellen Beratungsmöglichkeiten auf höheren Ebenen und ggf. der Vermittlung dorthin. Die Mitglieder dürfen sich in ihren Sorgen nicht allein gelassen fühlen. Tauschringe könnten hier auch eine Hilfe sein. Die Lebens-, Arbeits- und Familienverläufe werden immer komplizierter, hier bedarf es der Stützung, die nicht voreilig ausgrenzt.

In der KAB können die Mitglieder Erfahrungen gewinnen, für die eigenständige Entfaltung auch einer Frömmigkeit, die weltoffen und zugleich innerlich ist, die Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe beinhaltet.

2 Die Kirche braucht die KAB

Die großen Herausforderungen der Kirche der kommenden Zeit werden nicht von oben, sondern nur gemeinsam mit dem Volke Gottes gelöst werden. Das haben im Bischöfe schon auf dem Konzil gewusst, einige haben es offensichtlich wieder vergessen. Dabei wird es vor allem darauf ankommen, Kirche daheim und weltweit durch Taten der Gerechtigkeit bekannt zu machen. Die Menschen werden Wert darauf legen, Kirche unmittelbar zu erfahren. Gemeinde wird sehr stark von erfahrbaren und gelungenen Beziehungen her leben.

Auch hier kann ein Verband wie die KAB unverzichtbares leisten. KAB ist Teil der Kirche, Teil der jeweiligen Ortsgemeinde, sie ist aber auch zugleich Kirche selbst, einer Kirche, in der das Volk Gottes, wie das Konzil es in besonderer Weise betonte, die entscheidenden Weichen stellt. Hier wird wahrlich eine „Volk-Gottes-Kirche“ gelebt in guter Kooperation mit dem Dienstamt in der Kirche. Dies sind Hoffnungszeichen für die Kirche.

In der Gesellschaft der Zukunft müssen Männer und Frauen gleichberechtigt sein, dies ist eine Forderung der Gerechtigkeit. Wir haben die Chance, dies in unserem Verband zu leben und in die Kirche und die Gesellschaft einzubringen.

In dieser Kirche müssen die Freuden und Leiden der Menschen präsent sein, sie darf nicht an diesen vorbei gehen, sondern muss in ihrem sozialen Engagement diese in besonderer Weise präsent machen. Die KAB ist in der Kirche in besonderer Weise Stimme und Anwalt der Armen. Damit trägt sie zu einer dienenden Kirche bei, „denn eine Kirche, die nicht dient, dient zu nichts,“ sagt der französische Bischof Gaillot. So wird dann KAB für die Kirche eine Öffnung zu den Problemen z. B. der Arbeitswelt, sie macht sie in der Gemeinde lebendig, sie lebt aber auch die Kirche in der Gesellschaft und macht sie dadurch dort erfahrbar.

Das geschieht vor allem im Raum der Pfarrei, hier haben Aktionen gegen Arbeitslosigkeit und für den Erhalt des Sonntags, gegen Gewaltfilme und andere ihren Platz. Hier gilt es aber gerade auch für solche Aktivitäten den Raum der Nachbarschaft, z.B. im Pastoralen Raum zu suchen.

Die Kirche der Zukunft wird eine Gemeinschaft von Gemeinschaften sein, ein Netzwerk von aktiven Gruppierungen, hier ist die KAB gefragt.

3 Die Arbeitswelt braucht die KAB

Das zeigt sich in besonderer Weise auch dort, wo es um die Probleme der Arbeitswelt geht. Wir haben zur Zeit 4 Millionen Arbeitslose ohne die versteckte Arbeitslosigkeit, dann helfen auch alle Schönungsversuche nichts. Wenn für 2020 noch 3,5 Millionen Arbeitslose prognostiziert sind, dann ist das eine Herausforderung für uns. Die Menschen haben ein Recht auf Arbeit. Dies gehört zur Menschenwürde. Wir können diesen würdelosen Zustand nicht tolerieren, sondern müssen mit unseren Kräften dagegen vorgehen. Dazu gehört auch, dass wir neue Ansätze in die Diskussion einbringen, wie die Triade der Arbeit in herkömmlicher Erwerbsarbeit, gesellschaftlicher Arbeit und Familienarbeit. Hier erschließen sich neue Felder der Arbeit, die aber das Ziel einer gleichberechtigten Arbeitswelt zwischen Männern und Frauen nicht behindern, sondern sogar fördern müssen. Für eine Zukunft der Arbeit als Weg des Einkommens für alle müssen wir uns einsetzen, dabei wird es aber auch neue Formen des Einkommens geben müssen. Auch im Bereich der sozialen Sicherung bedarf es neuer Überlegungen. Wir müssen die Frage der Grundsicherung weiter diskutieren. Die KAB hat mit ihren Gedanken von der Triade der Arbeit zukunftsweisende Gedanken, die ich weder bei der Hartzkommission noch im Schäublepaper sehe. Herkömmliche Erwerbsarbeit bedarf der Ergänzung durch Familienarbeit und gesellschaftliche Engagement, da ist Arbeit  genug vorhanden.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch durch gleichverpflichtende Verteilung der Familienarbeit an Mann und Frau, und damit Förderung der Gleichberechtigung der Frauen, Familiengehalt, Familienlohn, dies sind für uns nur einige Stichworte. Sie nennen ja die Überwindung der strukturellen Arbeitslosigkeit eine Herausforderung.

Es braucht eine Welt mit sozialer Gerechtigkeit, nicht nur bei uns, sondern überall, das wird mehr denn je gefordert sein, das ist auch das Anliegen unseres Verbandes.

Dazu gehört aber auch, dass Miteigentum und vor allem Mitbestimmung wieder neu diskutiert werden. Die von der Limburger Erklärung geforderte Teilhabe realisiert sich auch hier. Der weltweit wachsenden Macht des Kapitals müssen Grenzen gesetzt werden.

4 Der Staat braucht die KAB

Unser Grundgesetz und damit unser Staat beruht auf Werten, die er selbst nicht schaffen kann, so sagt es der Staatsrechtler Böckenförde. Gerade in den letzten Monaten wurde dies wieder deutlich. Es ist eine ständige kritische Auseinandersetzung um diese Werte notwendig und wir können nicht dulden, dass sie, von wem auch immer, verletzt werden. Sie müssen immer wieder deutlich gemacht werden. Menschenwürde, Freiheit, Solidarität, Wahrhaftigkeit, das sind Werte, die es glaubhaft durch das Leben zu bezeugen gilt.

Dazu gehört aber auch unser politisches Engagement an der Basis und darauf aufbauend auch auf anderen Ebenen. Hier haben wir die Chance, die Gedanken der katholischen Soziallehre in die Praxis einzusetzen. Sie standen in besonderer Weise Pate am Beginn unseres nach dem Krieg erneuerten Gemeinwesens, sie sind in Zukunft wieder deutlich gefordert. Ich ermutige sie - Frauen und Männer - trotz aller Widrigkeiten, diesen Dienst zu leisten und danke allen, die dies bisher schon tun oder getan haben. Solche engagierten Menschen wird es in Zukunft brauchen, wenn vielleicht das Geld noch mehr als bisher der bestimmende Faktor gesellschaftlichen Handelns wird. Hier wird Engagement aus Verantwortung gebraucht.

5 Die Gesellschaft braucht die KAB

Gerade heute wird es deutlich, dass die Strukturen einer Bürgergesellschaft deutlicher herausgearbeitet werden müssen. Der Staat ist notwendig, die Gesellschaft aber mit dem Staat lebt nur, wenn ihre Bürgerinnen und Bürger sie gestalten.

Dazu gehört auch der ehrenamtliche Dienst in vielen Bereichen, den Menschen bei uns lernen können. Wir werden damit zu einem Lernfeld der Gesellschaft. Das gilt auch für das so wichtige Generationengespräch.

Ich verweise hier nur auf den Einsatz für den Sonntag: „Sonntag muß Sonntag bleiben.“

Ihr Einsatz für Gerechtigkeit ist der Dienst der Zukunft, ist die Spiritualität unseres Verbandes. Die Botschaft der Weltbischofssynode von 1987 sagt dazu: „Der Heilige Geist lässt uns immer klarer entdecken, dass Heiligkeit heute den Einsatz für Gerechtigkeit und die Solidarität mit den Armen und Unterdrückten erfordert. Die Umgestaltung der Gesellschaft nach dem Plan Gottes gehört zur wahren Heiligkeit der Christgläubigen.“ Diese Heiligkeit sind wir der Kirche und der Welt schuldig. So werden wir zu einer Kirche der Globalität, die nicht nur ihre kleine Welt sieht, sondern in der alle Menschen Schwestern und Brüder sind.

6 Die sich entwickelnde Globalität braucht die KAB

Es geht darum wie Johannes Paul II. sagt: "...der Globalisierung des Profits und des Elends eine Globalisierung der Solidarität entgegenzuhalten..." Wer daran glaubt, dass die Mitte der Botschaft Jesu die Predigt vom Reiche Gottes ist, der wird sich für seine Gerechtigkeit für und auf dieser Erde einsetzen. Das Reich will in allen Gegenkräften dieser Welt durch uns sichtbar werden, wir können uns vertrauend darauf einlassen, dass ein solches Wirken das sinnvollste ist, trotz aller Probleme und Rückschläge, weil Gott die Vollendung schenkt. Das "Weltnotwerk" ist die internationale Solidaritätsaktion der KAB. Über das "Weltnotwerk" fördern und wir den Aufbau und die Arbeit von Arbeitnehmer-Organisationen, insbesondere in den Ländern der sogenannten „Dritten und Vierten Welt“, damit sie selbst befähigt werden, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Unser Einsatz für die Gerechtigkeit in der Welt und die internationale Solidarität, oder wie sie es ausdrücken: „Die Verwirklichung der sozialen und politischen Menschenrechte weltweit“, gehört zu den großen Herausforderungen.

2 Wir leben in einer neuen Welt

Zusammenfassend können wir feststellen: Hier zeichnet sich ein Zukunftsprofil unseres Verbandes aus den Entwicklungen unserer Gesellschaft ab. Wir müssen uns fragen, ob dies die Herausforderungen sind, die auf unseren Verband zukommen werden und wie wir unser Profil gestalten, damit wir eine Antwort darauf geben können und die neue Welt mit gestalten. Dann werden wir zukunftsfähig sein. In unseren Vereinen muss schon heute ein alternatives Milieu der Zukunftsfähigkeit gelebt werden. Unser Verband muss die Zukunft mitgestalten, damit sie menschenwürdig für alle wird, der Verband wird deshalb auch in Zukunft gebraucht.

Termine 2005

05.01.2005 -                        Krippenfahrt

03. - 07.01.2005                  Familienferien in Rahrbach
22.01.2005                          Schulung zur Jahresabschlussrechnung in Naurod

11. -13.03.2005                  Was bringt die Arbeitsmarktreform? Hartz I-IV

04. - 06.03.2005                 Computerkurs/Kurzurlaub in Rahrbach

20.- 24.03.2005                  Familienbildungsfreizeit in Günne

23.+24.04.2005                  Bundesweiter Aktionstag der KAB „Gutes Leben für alle"

24.-29.04.2005                   Seniorenbildungsfreizeit in Rahrbach

01.05.2005                         Gottesdienst in der Anna-Kirche, anschließend 1. Mai-Demo

18.05.2005                         Diözesanwallfahrt

23. - 29.05.2005                  Italien

21.05.2005 23.-                  100 Jahre KAB Wiesbaden

17. - 26.06.2005                 (22.6.unser Termin) Hessentag in Weilburg

25.06. - 02.07.05                Wandern plus 50

26.-30.09.2005                   Kirchen und Klöster im Rheintal KSI            

05.10.2005                         Senioren-Kegel-Wettbewerb in Idstein

17. - 21.10.2005                 Familienbildungsfreizeit in Günne

23.10.2005                         Bezirkstag Limburg

05.11.2005                        Bezirkstag Rhein/Main

17.+18.11.2005                 Senioren-Besinnungstage in Hofheim

November 2005-02-27      Wochenendschulung Thema und Ort noch offen

 

50 Jahre KAB Niederbrechen

Brechen-Niederbrechen. «Steht weiter für die christlichen Arbeiter ein, denkt daran, wo ihr herkommt und bleibt auf dem Boden». Diesen Appell richtete der langjährige Vorsitzende des KAB-Ortsvereins St. Josef und heutige Ehrenvorsitzende Josef Bach an seine Mitstreiter. Josef Bach und seine Frau Maria beide Mitbegründer der KAB in Niederbrechen, wurden bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Ortsvereins im Pfarrzentrum besonders ausgezeichnet. Ebenfalls geehrt wurde Edgar Preßler, der seit 40 Jahren der katholischen Arbeitnehmerbewegung angehört.
Der KAB-Bezirkssekretär Paul Erbach, die die Jubilare gemeinsam mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Reinhold Schütz ausgezeichnet hatte, übermittelt die Grüße des KAB-Präses Dr. Ernst Leuninger sowie des Bezirks- und des Diözesanverbands sowie der Bundesleitung. Der Niederbrechener Ortsverein weise eine gute Mischung zwischen jungen und älteren Mitgliedern auf. Besonders erfreulich sei die große Zahl viele junger Leute. Den Jubilaren dankte er für ihre Treue. Sie hätten dazu beigetragen, die christlichen Grundsätze in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einzubringen. Er bat sie und alle Mitglieder, auch weiter dabei zu bleiben, denn die Sache der Gerechtigkeit brauche sie auch in Zukunft.

Bereits 1907 war, wie Vorsitzender Reinhold Schütz ausführte, in Niederbrechen auf Anregung des damaligen Pfarrers Jakob Herlth ein Arbeiterverein gegründet worden, dessen Präses der Seelsorger war. Der Verein war bald ein wichtiger Faktor im religiösen, kulturellen und politischen Leben der Gemeinde. Seine Mitglieder engagierten sich neben dem eigentlichen Vereinszweck für Bedürftige, beteiligten sich am kirchlichen Leben, veranstaltete Theaterabende und vieles mehr. Flagge zeigte er auch bei den Fronleichnamsprozessionen. Nach der Machtergreifung des Nationalsozialisten wurde der Arbeiterverein 1934 verboten. Sämtliche Unterlagen und die KAB-Fahne wurden bei einer Durchsuchung der Kirche beschlagnahmt und sind seitdem verschwunden.
Nach dem Krieg gaben Pfarrer Karl Bernhardt und der Pfarrer von Wilsenroth den Anstoß für die Gründung der KAB als Nachfolgeorganisation des früheren Arbeitervereins, die am 10. Juli 1955 erfolgte. Zum Vorsitzenden wurde Josef Bach gewählt, der dieses Amt 35 Jahre lang bekleidete. In Würdigung seiner Verdienste wurde er nach seinem Ausscheiden zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Präses war Pfarrer Bernhardt, der ein großer Förderer der KAB war, wie später auch seine Nachfolger. Das 50-jährige Bestehen des Arbeitervereins wurde 1957 noch einmal mit einem großen Fest mit feierlichem Levitenhochamt, Weihe der von Pfarrer Bernhard gestifteten Fahne, Festzug und Festakt in der Turnhalle unter Beteiligung der Ortsvereine gefeiert.
Dank eines erfreulichen Zuwachses in den letzten Jahren zählt der KAB-Ortsverein St. Josef heute 68 Mitglieder, darunter zahlreiche junge Familien. Fester Bestandteil des Jahresprogramms sind, wie der Vorsitzende erklärte, unter anderem Bildungsveranstaltungen zu aktuellen Themen und Freizeitangebote. Ihre Mitglieder seien in allen Gremien der Pfarrgemeinde aktiv. Feste Aufgabe der KAB sei es auch, an Fronleichnam einen Altar zu schmücken.
Nach dem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes ging es wieder zurück ins Pfarrzentrum, wo der Abend in fröhlicher Runde ausklang. (uk, NNP 27.6.05)

 

Homepage Inhalt Email: Stand: 4.7.2003