"Es lebe das ICH!"  Religion in Eigenregie   Kontaktstudium: Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW) an der PTHV  Wintersemester 2000/2001  

Veranstaltungsort: Begegnungs- und Bildungsstätte Forum Vinzenz Pallotti an der Phil.-Theol. Hochschule Vallendar Pallottistr. 3, 56179 Vallendar Tel.: 0261/6402-251, Fax: 0261/6402-300 

Leitung: Prof. Dr. theol. habil. Ernst Leuninger, Ordinarius für Pastoraltheologie an der Phil.-Theol.-Hochschule Vallendar 

Referentin: Dr. theol. Angelika M. Eckart, Pastoralpsychologin, Lehrbeauftragte an der PTHV, Leiterin einer Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen 

Referent: Dr. theol. Joachim Eckart, Lehrbeauftragter an der PTHV. 

Anfragen an: Prof. Dr. theol. habil. Ernst Leuninger

  Themen und Termine     

1. "Es lebe das ICH!" Religion in Eigenregie  
Einführungsveranstaltung zur Seminarreihe 
Freitag, den 27.10.2000, 14.15-17.30
2. Religion jenseits der "Gnadenanstalt"   
Herausforderungen für die Kirche(n)
Freitag, den 03.11.2000, 14.15-17.30
3. Nichtkirchliche Religiosität: Eine Spurensuche  
Religion auf dem Markt der Medien
Freitag, den 10.11.2000, 14.15-17.30
4. "Was Gott ist, bestimme ich" 
Christliche Religion in der Multioptionsgesellschaft
Freitag, den 17.11.2000, 14.15-17.30
5. "Couch statt Beichte"  
Psychotherapie als Erbe der Religion?
Freitag, den 01.12.2000, 14.15-17.30
6. Orientierung in einer orientierungslosen Zeit  
Impulse für die Pastoral
Freitag, den 15.12.2000, 14.15-17.30

 
 


1 "Es lebe das ICH!" Religion in Eigenregie
Einführungsveranstaltung zur Seminarreihe Freitag, den 27.10.2000, 14.15-17.30

Einführung zu den Themen der Seminarreihe
Der Anspruch auf ein Leben in Eigenregie bestimmt heute immer mehr die Einstellung der Menschen. Dabei entdeckt sich das ICH als "König" seiner selbst: "Auf Obrigkeiten wird gepfiffen!" - Von daher heißt es nicht länger "Vive le roi" - "Es lebe der König", sondern nunmehr: "Vive le moi!" - Es lebe das ICH.

Dieser Anspruch auf Selbststeuerung des Lebens betrifft unmittelbar das Verhältnis zur Religion und zeitigt deutliche Auswirkungen auf die Kirche(n). Diese Veranstaltungsreihe ist eine Problemanzeige und zugleich eine Entdeckungsreise; sie lädt dazu ein, die bunte religiöse Landschaft in Deutschland gleichsam aus der Vogelperspektive zu erkunden. Bei dieser "Flugreise" vermitteln die Instrumente der Religionssoziologie Einblicke in die gewaltige "Erosion der Gnadenanstalt" (M.N. Ebertz). Danach verliert die Überzeugung, daß die Kirche "für mein persönliches Heil Sorge trägt", an gesellschaftlicher Akzeptanz. Der sich abzeichnende Wandel der Sozialgestalt von Kirche offeriert gesamtgesellschaftlich gesehen einen neuen Zugang zur Religion in der "Multioptionsgesellschaft" (P. Gross): "Was Gott ist, bestimme ich!" lautet von daher das Credo einer "multi-choice"-Gesellschaft, die das moderne Leben unter der Vorgabe von Entgrenzung und Wahlhandeln bestimmt. Unter diesen gesellschaftlichen Bedingungen entstehen neue Zugänge zu einer nichtkirchlichen Religiosität: Erlebnis als Religion, Musik als Religion, Psychotherapie als Religion - all dies offenbart neue Gesichter der Religion und damit "Sinnsuche jenseits der Kirchen" (H. Kochanek). Im Sinne der "Gretchenfrage": "Nun sag, wie hast du`s mit der Religion?" (Goethe, Faust) leitet dieses Seminar dazu an, eine eigene christliche Identität und damit Orientierung in einer orientierungslosen Zeit zu gewinnen.

Ziele
In diesem sechsteilige Seminar wollen wir uns im Rahmen des Kontaktstudiums mit dem wachsenden Anspruch auf ein Leben in Eigenregie auseinandersetzen und mit Ihnen darüber nachdenken und diskutieren, welche Bedeutung die religiöse Pluralität in der gegenwärtigen Gesellschaft für das kirchliches Handeln haben. Es ist dabei auch daran gedacht, wenn Interesse besteht, für die eigene Praxis den Verlauf von Seminareinheiten zu planen. Darüber hinaus vermittelt diese Veranstaltungsreihe Kriterien und Perspektiven als Orientierung für die eigene christliche Identität.

Arbeitsweisen
Kurzreferate, Medienimpulse, kritische Reflexion der Positionen, teilnehmerorientierter Praxistransfer.

Verlauf der Einführungsveranstaltung
14.15 Eröffnung, Begrüßung, Vorstellungsrunde
14.30 Religion in Eigenregie - Erste Erkundung
15.45 Pause
16.15 Informationen zum Aufbau der Seminareinheiten
16.45 Vergabe der Referate/Seminararbeiten
17.30 Ende

Literatur zur Einführung - Eine Auswahl
- Barz, Heiner: "Meine Religion mach ich mir selbst!", in: Psychologie heute 22 (1995) H. 7 (Juli), S. 20-27.
- Barz, Heiner: Religion ohne Entscheidung. Sendung Glaubensfragen, 20.08.2000: www.swr.de
- Dalferth, Ingolf U.: "Was Gott ist, bestimme ich!" Theologie im Zeitalter der "Cafeteria-Religion", in: Theologische Literaturzeitung 121 (1996) Nr. 5, S. 415-430.
- Hofmeister, Klaus (Hg.): Die Zukunft der Religion, Würzburg 1999.
- Kochanek, Hermann (Hg.): Ich habe meine eigene Religion. Sinnsuche jenseits der Kirchen, Zürich/Düsseldorf 1999.

 


2 Religion jenseits der "Gnadenanstalt"
Herausforderungen für die Kirche(n) Freitag, den 03.11.2000, 14.15-17.30

Einführung zum Thema
Religion ist keineswegs im Schwinden begriffen. "Nicht Verfall, sondern Fortbestand in Verwandlung des 'Religiösen' ist die Perspektive", so jedenfalls lautet die Diagnose von Michael N. Ebertz. Von diesem Wandel ist die Kirche unmittelbar betroffen, wie der Freiburger Religionssoziologe in seinen beiden Studien "Kirche im Gegenwind" und "Erosion der Gnadenanstalt?" aufzeigt.
In dieser Seminareinheit "Religion jenseits der Gnadenanstalt" werden (a) die religionssoziologischen Beobachtungen zum Umbruch der religiösen Landschaft, die sich seit Ende der sechziger Jahre in Deutschland abzeichnen, vorgestellt. Daran anknüpfend kommen (b) die massiven Herausforderung und der damit einhergehende Wandel der Sozialgestalt von Kirche zur Sprache. Im Sinne eines "Werkstattgespräches" werden (c) die pastoralsoziologischen Optionen von M.N. Ebertz zu einer "Kommunikationspastoral" diskutiert.

Verlauf
14.15 Eröffnung, organisatorische Absprachen
14.30 Referat: Wandel der Sozialgestalt von Kirche
15.00 Referat: Welche Kirche braucht das ICH?
15.30 Rückfragen
15.45 Pause
16.00 Gruppenarbeit: Kritische Auseinandersetzung
17.00 Plenum: Gesprächsergebnisse vorstellen
17.30 Ende

Literatur zu diesem Seminarblock

Referat: Wandel der Sozialgestalt von Kirche
- Ebertz, Michael N.: Kirche im Gegenwind, Freiburg i.Br. 1997.
- Ebertz, Michael N.: Erosion der Gnadenanstalt. Zum Wandel der Sozialgestalt von Kirche, Frankfurt a.M. 1998.
- Dubach, Alfred u.a. (Hg.): Jede/r ein Sonderfall? Religion in der Schweiz, Basel2 1993.
- Dubach, Alfred u.a. (Hg.): Aussicht auf Zukunft. Kommentare zur Studie "Jede(r) ein Sonderfall?", Band 2, Basel 1997.
- Gabriel, Karl: Christentum zwischen Tradition und Postmoderne, Freiburg i.Br.3 1994.
- Jörns, Klaus, Peter: Die neuen Gesichter Gottes, München2 1999.
- Kehl, Medard: Wohin geht die Kirche. Eine Zeitdiagnose, Freiburg i.Br. 1996.
- Krüggeler, Michael u.a. (Hg.): Ein jedes Herz in seiner Sprache ... Kommentare zurSonderfall-Studie, Band 1, Basel 1996.
- Nüchtern, Michael: Kirche in Konkurrenz. Herausforderungen und Chancen in der religiösen Landschaft, Stuttgart 1997.

Referat: "Welche Kirche braucht das ICH?"
- Ebertz, Michael N.: Von der Pfarrkirche zur Kommunikationskirche, Generalvikariat Essen (Hg.): Werkstattgespräche Gemeindebilder, Essen 2000.
- Höhn, Hans-Joachim: Zerstreuungen. Religion zwischen Sinnsuche und Erlebnismarkt, Düsseldorf 1998, S. 53-57; 110-117.
- Kochanek, Hermann: Spurenwechsel, Freiburg 1998, S. 26-36; 55-71.
- Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft, Frankfurt a.M. 1993.
- Koch, Heiner: Kirche in der Erlebnisgesellschaft, Kath. Sozialwissenschaftl. Zentralstelle Mönchengladbach (Hg.): Kirche und Gesellschaft, Nr. 217.

 


3 Nichtkirchliche Religiosität: Eine Spurensuche
Religion auf dem Markt der Medien Freitag, den 10.11.2000, 14.15-17.30

Einführung zum Thema
Religion und Medien ist eine Thema, das so alt ist wie die Medien selbst. Hieroglyphen, Tontafeln, Schriftrollen, Pergamente werden zu Trägern religiöser Texte. Sie sichern die Texte und verbreiten sie zugleich, vor allem von dem Zeitpunkt des Buchdrucks ab. Mit den elektronischen Medien setzt eine neue Revolutionierung ein über Telefon, Rundfunk, Film und Fernsehen. Diese Medien wurden von der Kirche oft kritisch betrachtet, ehe sie auch die Chancen sah.
Das Internet stellt eine neue Form der Mediennutzung dar. Es verbindet verschiedene mediale Techniken vom Lesen und Schreiben über Telefon und analoger Darstellung von Informationen mit dem Computer. Es ist von der Gestaltung her ein demokratisches Medium, weil jeder hier veröffentlichen kann.
In dieser Seminareinheit soll es weniger um den theoretischen oder auch gesellschaftskritischen Zusammenhang gehen, sondern um die Möglichkeiten dieses Mediums als kommunikatives Medium auch im Dienst der Kirche.
Im ersten Teil geht es um die Darstellung der Möglichkeiten des Internet in einem Bereich der Kirche. Gewählt werden kann z.B. Theologiestudium, Religionsunterricht oder sogar die Darstellung einer eigenen Homepage, die vorhanden ist und für diese Seminar ergänzt wird oder z.B. mit Freespace neu erstellt wird. Der Seminarleiter, Prof. Dr. theol. habil. Ernst Leuninger, ist zur Mithilfe bereit. Seine Homepage über die katholische Soziallehre (http://www.leuninger.de ) könnte anregen.
Im 2. Teil werden wir mit Herbert Leuninger auf dessen Homepage http://www.proasyl.de surfen, eine umfangreiche Seite mit über 1200 Zugriffen am Tag.

Verlauf
14.15 Eröffnung, organisatorische Absprachen
14.30 -14.45 Einführung in das Thema  Internet und Religion an einem Arbeitsfeld mit Darstellung und Rückfragen
    Mögliche Stichworte
    · Internet eine neue Kommunikationsform
    · Möglichkeiten und Anfragen
    · Religion und Internet
    · Darstellung an einem Feld
    Der Vortrag soll möglichst auch mit neuen Medien erfolgen (Internet und Powerpoint)
15.45 Pause
16.00 17.30 Zum Beispiel: Herbert Leuninger surft mit uns in einer Homepage über Asylarbeit ein, die ca. 1200 x am Tag abgefragt wird. (http://www.proasyl.de)
(Bitte für Anschluss ISDN und Notebook in Absprache mit dem Leiter der Einheit sorgen, dieser wird ein Notebook und     einen PC-Beamer mitbringen.)

Links zu diesem Seminarblock
Recherche im Internet z.B. unter:
http://www.kath.de
http://www.vatican.va
http://www.dbk.de
http://www.schule-und-hochschule.de
(Ordinariat Limburg)
Glaube und Kirche im Internet - kommentierte Links für Neugierige, Sinnsucher und kirchlich Engagierte http://home.t-online.de/home/Kath.Pfarrei-AltdorfbNbg/glaubens.htm
Religion - digitales Religionsbuch: http://www.hblw4.asn-wien.ac.at/religion/relilinks.htm
Religionsunterricht: http://www.wohlmuth.net/links/Unterricht/klg-rel.htm
Netburger Medienpool: http://www.netburger.at/
Autobahnkirche. Interessante Informationen der katholischen Glaubensinformationen: http://www.autobahnkirche.de
oder unter den Stichwörtern: Religion, Religionsuntererricht, usw. in einer Suchmaschinen z.B. http://www.altavista.de
Zu lesen - Internet - Pastoral: http:// www.leuninger.de suche im Inhaltsverzeichnis unter Lesen

Literatur zu diesem Seminarblock
- Mertin, Andreas: Internet im RU. Göttingen 2000.
- Nethöfel, Wolfgang; Tiedemann Paul, Internet für Theologen
- Striegl, Sonja: Jesus goes Internet, 6.12.1998, http://www.swr2.de/service/manuskriptdienst/glaubensfragen.html.
- Schilson, Arno: Medien als Religion?, in: Kochanek, H.: Ich habe meine eigene Religion. 130-157.
Weiterer Literaturangaben unter Informationen für Religonslehrerinnen und Religionslehrer 2/2000 Bistum Limburg im Internet unter: http://www.schule-und-hochschule.de/html_informationen12000.htm
Allgemeine Literaturrecherche unter: http://opac.ub.uni-tuebingen.de (Sondersammelgebiet Theologie)

Exkurs für Seminararbeiten
Der propagierte Untergang der Religion blieb aus. Sie erlebt heute so etwas wie eine Renaissance; jedoch unter ganz neuen Vorzeichen: „Ich habe meine eigene Religion" (H. Kochanek) lautet der Anspruch. Religion erscheint vielgestaltiger und nicht immer gleich als religiös erkennbar. Angesichts dieser diffusen religiösen Landschaft begeben wir uns auf die Suche ausschnitthaft nichtkirchliche Religiosität aufzuspüren. Eine Darstellung könnte am Thema Internet erfolgen: Einführung in ein Feld des Internet mit Darstellung und Rückfragen
    Mögliche Stichworte
    · Internet eine neue Kommunikationsform
    · Möglichkeiten und Anfragen
    · Religion und Internet
   
·  Darstellung an einem Feld z.B. Religionsunterricht (Literatur siehe oben)

Themen zur Auswahl

- Gohla, Holger: Gott im Stadion? - Sport als Religionsersatz, Hörfunkbeitrag des HR 2 (12.9.00).
- Mieth, Dietmar: Sport als Religion, in: H. Kochanek: Ich habe meine eigene Religion, 82-129.
- Sellmann, Matthias: Schalke unser. Popreligion als Herausforderung für theologische Bildung, in: Erwachsenenbildung (2000) Nr. 2. Der Aufsatz ist abrufbar unter:
- Sport als Religion: http://www.rpi.at/wien/ sport_als_religion.htm
- Das „Schalke Unser": http://www.schalke-unser.de

 

TV als (m)ein Hausaltärchen?
- Höhn, Hans-Joachim: Die Medienreligion und das Evangelium, in: HK 54 (2000) 291-296.
- Schilson, Arno: Das Fernsehen als Hausaltar, in: Hofmeister, K.: Zukunft der Religion. S 155-168.
- Schilson, A.: Medien als Religion?, in: Kochanek, H.: Ich habe meine eigene Religion.130-157.
- Thomas, Günter: Medien - Ritual - Religion. Zur religiösen Funktion des Fernsehens, Ffm. 1998.
- Religion und Fernsehen, unter: http://www.kath.de/kfa/religion/bauer.htm ...

Musik als Religion
- Buschmann, G.: „God is aDJ". Techno-Religiosität, in: Medien Praktisch 24 (2000) H. 2, 53-58.
- Hurth, Elisabeth: Tanz um den Horn. Von der Pop- zur „Piep"-Religiosität, in: Medien Praktisch 23 (1999) H. 2, 48-53, http://www.gep.de/ medien praktisch/amedienp/mp2-99/2-99hurt.htm
- Schäfers, Michael: Jugend-Religion-Musik, Münster 1999.
- Treml, H.: Spiritualität und Rockmusik, Ostfildern 1997, darin: Rockmusik und Rel., 213-225.
- Walter, Meinrad: Jenseits aller Kreativität: Musik als Religion?, in: Kochanek, H.: Ich habe meine eigene Religion, 232-252.

Religion in der Werbung

- Bahr, Petra: Medialer Balztanz, in: Klie, Thomas (Hg.): Spiegelflächen, Münster 1999, 101-109.
- Beuscher, Bernd: Angebot und Nach-Frage, in: Klie, Thomas (Hg.): Spiegelflächen, Münster 1999, 110-124.
- Bickelhaupt, Th.: Religion in der Werbung, in: Das Münster 53 (2000) H.2 , 162-170.
- Bieritz, Karl-Heinrich: Kult-Marketing, in: Klie, T. (Hg.): Spiegelflächen, Münster 1999, 33-50.
- Petersen, Lars: Theol. und religionswissenschaftliche Interpretationsmuster zur Werbung, in: Heumann, J. (Hg.), Religion in Alltags- und Gebrauchskulturen, Oldenburg 1998.
- Pirner, Manfred L.: Heilige Höschen. Religion und Erotik in der Popularkultur, in: Religion heute (2000) H. 42 Juni, S. 92-97.
- Reichertz, Jo: RTL-Bibelclips. Christliche Verkündigung als Werbespot, in: Honer, Anne: Diesseitsreligion, Konstanz 1999, 223-245.

 


4 „Was Gott ist, bestimme ich"
Christliche Religion in der Multioptionsgesellschaft Freitag, den 17.11.2000, 14.15-17.30

Einführung zum Thema
Die Grundlagen des gesellschaftlichen und sozialen Zusammenlebens haben sich fundamental geändert. So verlaufen heute Biographien nach anderen Regeln und unter anderen Gesetzen als noch vor zwei, drei Jahrzehnten: Auch Religion wird zur Sache der eigenen Subjektivität.
Der Prozeß der Individualisierung erscheint ambivalent. Zum einen ist damit eine Befreiung aus zwanghaft aufrechterhaltenen Traditionen verbunden. Zum anderen geht damit auch der Verlust von umfassenden Deutungsmustern einher.
Der Münchner Soziologe Ulrich Beck beschreibt in seinen Analysen die Entwicklung der Individualisierung, ihre Chancen, ihre Risiken und er schärft damit den Blick auf das eigene Leben.
Der in St. Gallen Lehrende Soziologe Peter Gross greift die Überlegungen von U. Beck auf und wendet sich dabei der „Ich-Jagd" des Menschen zu: „Das Individuum sucht Gott, nachdem sich kein göttlicher Himmel mehr über die kopernikanische Erde breitet, in sich; es will nach innen, sich selbst erlösen, seit es nicht mehr nach außen und oben kann. Als Moses den Herrn nach seinem Namen fragt, erhält er die Antwort: Ego sum qui sum (Exod. 3,14), eine Antwort, die der moderne Mensch sich selber geben will: Ich bin der ich bin. ... Indem Ich sich will, trifft es statt auf sich selbst auf externalisierte, selbstgeschaffene Befindlichkeits- und Zustandsbeschreibungen von sich und vielleicht ist auch das absolute Ich bin der ich bin Gottes eine davon. Je tiefer es dringt, desto tiefer wird die Tiefe. Es findet keinen Haltepunkt ... Was sich findet, ist ein Schwanken, das Sausen und Brausen einer Gedankenfabrik, ein am Selbst orientiertes Unternehmen. ... Erlöst sich das Ich? Wird Ich sich, sein wahres Ich finden und irgenwann sagen können (wie Gott) »Ich bin der ich bin!« Oder ist das Unabhängigkeitsjahrhundert des Ich, mehr denn je, eine Geschichte der Selbstverängstigung und Selbstverzweiflung?" Und damit ein Jahrhundert der Ich-Jagd"? (P. Gross)
Mit den soziologischen Ansätzen von U. Beck und P. Gross als Interpretament heutiger Lebenswirklichkeit geht es uns um Konsequenzen für die Verortung von Leben und Glauben.

Literatur zu diesem Seminarblock

Referat: Anspruch auf eigenes Leben
- Beck, Ulrich u.a.: Eigenes Leben. Ausflüge in die unbekannte Gesellschaft, in der wir leben, München 1997. (Dazu Tebartz-van Elst, Franz-Peter: Gemeinde in mobiler Gesellschaft, Würzburg 1999, darin Kap. 3.1.6: Das Projekt des ‚Eigenen Lebens', 308-317
- Beck, Ulrich: Risikogesellschaft, in: Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B36/89, 3-13.
- Schulze, Gerhard: Das Projekt des schönen Lebens, in: Bellebaum, Alfred/Barheier, Klaus (Hg.): Lebensqualität, Opladen 1994, 13-39.
- Schulze, Gerhard: Die Erlebnisgesellschaft, Frankfurt a.M. 1993.
- Schulze, Gerhard: Was wird aus der Erlebnisgesellschaft?, in: Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, B12/2000, 3-6.

Referat: Ich-Jagd in der Multioptionsgesellschaft
- Gross, Peter: Ich-Jagd. Frankfurt a.M. 1999, 191-252.
- Gross, Peter: Individualisierung als Verhängnis?, in: Karl Gabriel: Modernität und Solidarität (FS), Freiburg i.Br. 1997, 135-149.
- Höhn, Hans-Joachim: Glauben nach Wahl - oder: Wie sind die Menschen heute religiös?, in: LS 49 (1998) 78-86.
- Höhn, Hans-Joachim: Gesellschaft im Umbruch - Religion im Plural, in: Bitter, Gottfried (Hg.): Glauben lernen - Glauben feiern, Köln 1998, 194-20, 194-207.
- Höhn, Hans-Joachim: Zerstreuungen, Düsseldorf 1998, 117-157.
- Tebartz-van Elst, Franz-Peter: Gemeinde in mobiler Gesellschaft, Würzburg 1999, 292-298, darin zum Paradigma „Multioptionsgesellschaft" von P. Gross.

 


5 Couch statt Beichte?
Psychotherapie als Erbe der Religion? Freitag, 01.12.2000, 14.15-17.30

Thematischer Zugang
Wir leben in einer Kultur, in der das Rationale wichtiger als das Emotionale und physische wie psychische Mobilität wichtiger erscheint als Stabilität. Gleichzeitig verlieren Institutionen und vorgegebene Glaubenssysteme an Bindungs- und Überzeugungskraft, so dass viele Menschen in den christlichen Glaubensvollzügen keine Antwort auf ihre drängenden Lebensfragen mehr finden. Unsicherheit, Erlebnisdefizite im emotionalen Bereich und Orientierungssuche werden damit zu Kennzeichen heutiger Grundbefindlichkeit.
Längst ist die Psychoanalyse, deren Begründer die Religion als Illusion und Religionsausübung als Zwangshandlung zu entlarven versuchte, nicht mehr alleine in dem Anliegen, die Religion zu beerben. Inzwischen steht für die klassischen Therapieverfahren eine neue Erbengeneration parat. Deren Spektrum als „potentieller Sinn- und Haltanbieter" ist mit rund vierhundert unterschiedlichen Therapierichtungen allein in der westlichen Welt breit gefächert. Mit diesen wiederum konkurrieren in Deutschland annährend 20 000 Geist- und Wunderheiler, die Befreiung von fast jeglichem Leiden versprechen (vgl. Sonntag Aktuell, 18. Juni 2000). Gleichzeitig sind die sogenannten New-Age-Therapien zu einer Massenerscheinung mit quasi-religiösen Züge geworden.
Angesichts des fast unüberschaubaren Marktes von Anbietern, die dem postmodernen Ich psychische Heilung (und Heil) verheißen, richten wir in diesem Seminarblock an die Psychotherapie (und an deren nahe und ferne Verwandten) unsere „Gretchenfrage": „Nun sag, wie hast du`s mit der Religion?" (Goethe, Faust).

Literatur zu diesem Seminarblock

Referat: Suche nach dem Ich - Identitätsarbeit heute
- Bilden, Helga: Das Individuum-ein dynamisches System vielfältiger Teil-Selbste, in: Keupp, Heiner/Höfer, Renate (Hg.): Identitätsarbeit heute, Frankfurt 1998, 227-250.
- Dörner, Klaus: „Leben als Fragment". Die Politik der Lebensführung vom Anderen her, in: Wege zum Menschen 52 (2000) 128-141.
- Frielingsdorf, Karl: Vom Überleben zum Leben, Mainz 1989, 16-54.
- Gawert, Johannes: Pflasterstrand. Haben wir eine Chance, unsere Identität neu zu entwerfen?, in: Medien Praktisch 23 (1999) H.1, 2-3.
- Helsper, Werner: Das »postmoderne Selbst« - ein neuer Subjekt- und Jugendmythos?, in: Keupp, Heiner/Höfer, Renate (Hg.): Identitätsarbeit heute, Frankfurt 1998, 174-206.
- Keupp, Heiner: Diskursarena Identität: Lernprozesse in der Identitätsforschung, in: Keupp, Heiner/Höfer, Renate (Hg.): Identitätsarbeit heute, Frankfurt 1998, 11-39.
- Mikos, Lothar: Erinnerung, Populärkultur und Lebensentwurf, in: Medien Praktisch 23 (1999) H.1, 4-8.
- Stierlin, Helm: Haltsuche in Haltlosigkeit. Grundfragen der systemischen Therapie, Frankfurt 1997, 59-84.
- Straus, Florian/Höfer, Renate: Entwicklungslinien alltäglicher Identitätsarbeit, in: Keupp, H./Höfer, R. (Hg.): Identitätsarbeit heute, Frankfurt 1998, 270-307.

Referat: Psychotherapie und Seelsorge

- Funke, Dieter: Jenseits von Heilung: Psychotherapie als Religion?, in: Kochanek, Hermann (Hg.): Ich habe meine eigene Religion, Zürich/Düsseldorf 1999, 45-81.
- Meesmann, Hartmut: Die göttliche Seele?, in: Hofmeister, Klaus/ Bauerochse, Lothar (Hg.): Die Zukunft der Religion, Würzburg 1999, 143-154.
- Popp-Beier, Ulrike: Theologie und Psychologie - eine Messaliace? Das Verhältnis beider Disziplinen aus der Sicht einer Psychologin, in: Praktische Theologie 35 (2000) Heft 2, 78-85.
- Remele, Kurt: Ich-Fieber? Selbstthematisierung, therapeutische Religion und die kommunitaristische Kritik des expressiven Individualismus, in: ETHICA 7 (1999) 4, 405-428, (darin: Die neuen Beichtväter: Therapie statt Seelsorge?)
- Sparn, Walter: Theologie und Psychologie? Eine Mesalliance? Eine Problemskizze aus der Sicht eines Theologen, in: Praktische Theologie, 35 (2000) Heft 2, 75-77.
- Stollberg, Dietrich: Theologie und Psychologie, in: Fechtner, Kristian (Hg.): Religion wahrnehmen, Marburg 1996, 71-78.

Thema: Heilende Seelsorge
- Ball, Matthias/Rück, Werner: Heilkraft des Glaubens, in: Hoeren, Jürgen/Ball, Matthias (Hg.): Heilkraft des Glaubens, Ostfildern 1983, 9-14.
- Baumgartner, Isidor: Heilende Seelsorge - ein verkehrtes Leitwort?, in: Theologische Praktische Quartalschrift 145 (1997) 238-244.
- Baumgartner, Isidor: Pastoralpsychologie: Einführung in die Praxis heilender Seelsorge, Düsseldorf 1990.
- Biser, Eugen: Die Heilkraft des Glaubens. Entwurf einer therapeutischen Seelsorge, in: Concilium 34 (1998) Heft 4, 534-543.
- Haslinger, Herbert: Diakonie zwischen Mensch, Kiche und Gesellschaft, Würzburg 1996, darin zur Relation Heil und Heilung: 719-731.
- Gruber, Franz: Heilwerden im Fragment: Anmerkungen zur heilenden Seelsorge aus systematischer Perspektive, in: Theologische Praktische Quartalschrift 145 (1997) 227-237.
- Poensgen, Herbert: Alles ist Fragment. Kritische Anfragen zu Konzepten heilender Seelsorge in der Pastoral, in: Theologisch-Praktische Quartalschrift 145 (1997) 155-167.
Wahl, Heribert: „Alles ist Fragment" - aber Fragmente sind nicht alles!, in: Theologische Praktische Quartalschrift 145 (1997) 245-255.

Referat: New-Age fürs Ich
- Jaeggi, Eva: Psychotherapie und Esoterik. Ein Werkstattbericht, in: Praktische Theologie. Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Kirche 35 (2000) Heft 2, 137-145.
- Kehl, Medard: Psychologie als religiöse Heilslehre: Selbstverwirklichung im New-Age, in: Frielingsdorf, Karl/Kehl, Medard (Hg.): Ganz und heil: unterschiedliche Wege zur »Selbstverwirklichung«, Würzburg 1990, 11-25.
- Lesch, Karl Josef: Im Sog der Esoterik-Welle. Esoterische Spiritualität als Herausforderung für den christlichen Glauben, in: Pastoralblatt für die Diözesen Aachen, Berlin, Essen, Hamburg, Hildesheim, Köln, Osnabrück (2000) Heft 5, 131-141.
- Möller, Heidi M.: Esoterische Heilserwartungen, in: Praktische Theologie. Zeitschrift für Religion, Gesellschaft und Kirche 35 (2000) Heft 2, 127-136.
- Platta, Holdger: New-Age-Therapien. Pro und Contra, Weinheim 1994, 205-249.

Praxistranfer (Vorschlag):
Gruppenarbeit zu folgenden Fragen:
- Inwieweit sind religiöse Praktiken Hilfen oder aber Hindernisse bei der Identitätsfindung?
- Wo sehen Sie Defizite und wo sehen Sie Chancen in einer Kooperation von Theologie und Psychologie für Menschen in Lebenskrisen?
- Welche pastoralen Konsequenzen ergeben sich Ihrer Meinung nach aus der Verwirklichung einer „heilenden Seelsorge"?

 


6 Orientierung in einer orientierungslosen Zeit
Impulse für die Pastoral Freitag, den 15.12.2000, 14.15-17.30

Thematischer Zugang
In einer Welt, in der überkommene Vorgaben der Lebensgestaltung verschwimmen, ist die Fähigkeit zu konstruktivem Umgang mit widersprüchlichen Orientierungsangeboten gefragt. Ob es genügt, der „@-Generation" (J. Goebel) Orientierungslosigkeit als Tugend anzubieten, darf angezweifelt werden. In diesem letzten Seminarteil sollen stattdessen Aspekte zusammengetragen werden, wie heute der „Mehr-Wert" des christlichen Glaubens Orientierung bieten, zur Optimierung des Ich und zu menschenwürdigen Lebensverhältnissen verhelfen kann.

Referat: Religiöse Subjektwerdung
- Axmacher, Elke: Fromm aus Glauben, in: Jaspert, B. (Hg.): Frömmigkeit als Forschungsaufgabe, Paderborn 1995, 65-78.
- Biser, Eugen: Überwindung der Lebensangst. Wege zu einem befreienden Gottesbild, München 1996.
- Frielingsdorf, Karl: „Glücklich leben", was heißt das?, in: Geist und Leben 66 (1993) Heft 5, 321-328.
- Friemel, Franz Georg: Pastorale „Sicherheitsprobleme". Will Gott Sicherheit oder Unsicherheit?, in: Diakonia 21 (1990) Heft 2, 88-95.
- Knobloch, Stefan: Praktische Theologie, Freiburg i. Br. 1996, darin: Mystagogische Seelsorge-ein Prozeß der Subjektwerdung, 187-201.
- Schmid, Peter F.: Sicherheit haben oder glauben. Entwicklungspsychologische Aspekte zu Risikobereitschaft und Vertrauen, in: Diakonia 21 (1990) Heft 2, 78-87.

Referat: Personal-redemptive Kompetenz
- Lutz, Bernd: Auferstehung - am Ende?, in: Englert, Rudolf: Christlicher Glaube als Lebensstil, Stuttgart 1996, 295-312.
- Stenger, Hermann M.: Diese Last will getragen sein, in: Baumgartner, Isidor/Friesl, Christian/Máté-Toth, András. (Hg.): Den Himmel offen halten, Innsbruck 2000, 138-148.
- Stenger, Hermann M.: Für eine Kirche, die sich sehen lassen kann, Innsbruck 1995, 11-54 41.
- Stenger, Hermann M.: Wenn wir so wenige sind, in: SOG: Gemeinde ohne Priester, Frankfurt a.M. 1983, 57-93.

Referat: Christsein heute
- Höhn, Hans-Joachim: Zerstreuungen, Düsseldorf 1998, darin: Nachstellungen: Vom wirklichen, wahren und möglichen Leben, 158-196.
- Kaufmann, Franz-Xaver: Wie überlebt das Christentum?, Freiburg i.Br. 2000.
- Kehl. Medard: Wohin geht die Kirche? eine Zeitdiagnose, Freiburg 1996, 116-126 und 150-164.
- Knobloch, Stefan: Praktische Theologie, Freiburg 1996, 161-262.
- Kochanek, Hermann: Spurwechsel, Frankfurt 1998, darin: Überlegungen zu Neuansätzen, 113-166.
- Langer, Wolfgang: Vom Fremdsein des Christen in der Welt. Eine „fremd" gewordene Kategorie neutestamentlichen Glaubens, in: Englert, Rudolf: Christlicher Glaube als Lebensstil, Stuttgart 1996, 237-248.
- Pizzolatto, Valentim: Die Kirchenvision Vinzenz Pallottis, in: Probst, Manfred/Rheinbay, Paul (Hg.): Kirche im Wandel: Pallottinische Optionen, ST. Ottilien 1999, 12-52.
- Rademacher, Lorenz: Brennt das Feuer hell? Zum 150. Todestag Vinzenz Pallottis, in: Geist und Leben 73 (2000) Heft 3, 210-216.
- Rahner, Karl: Die Zukunft der Kirche hat schon begonnen, in: Rahner, Karl: Sämtliche Werke, Bd. 19. Selbstvollzug der Kirche, 474-488.
- Zulehner, Paul M./Rahner, Karl: „Denn du kommst unserem Tun mit deiner Gnade zuvor ...", Düsseldorf² 1984.

 


Referate zur Seminarreihe im WS 2000/2001: „Es lebe das ICH"

                                    

Termine Themen für Referate/Seminararbeiten Vortragende 
27.10.2000 Einführungsseminarblock:  
„Es lebe das Ich!" Religion in Eigenregie
Prof. Dr. Leuninger  
Dr. A. M. Eckart  
Dr. J. Eckart
03.11.2000 2. Seminarblock:  
Religion jenseits der „Gnadenanstalt"
 
03.11.2000 Wandel der Sozialgestalt der Kirche Dr. J. Eckart
03.11.2000 Welche Kirche braucht das ICH?  
10.11.2000 3. Seminarblock:  
Nichtkirchliche Religiosität: Eine Spurensuche 
 
10.11.2000 Internet und Religionsunterricht  
10.11.2000 Sport als Religion  
10.11.2000 TV als (m)ein Hausaltärchen?  
10.11.2000 Religion in der Werbung  
10.11.2000 Musik als Religion  
17.11.2000 4. Seminarblock:  
„Was Gott ist, bestimme ich"
 
17.11.2000 Anspruch auf eigenes Leben  
17.11.2000 Ich-Jagd in der Multioptionsgesellschaft  
01.12.2000 5. Seminarblock:  
Couch statt Beichte?
 
01.12.2000 Suche nach dem Ich - Identitätsarbeit heute   
01.12.2000 Psychotherapie und Seelsorge  
01.12.2000 Heilende Seelsorge  
01.12.2000 New-Age fürs Ich  
15.12.2000 6. Seminarblock:  
Orientierung in einer orientierungslosen Zeit
 
15.12.2000 Religiöse Subjektwerdung  
15.12.2000 Personal-redemptive Kompetenz  
15.12.2000 Christsein heute  



Zur Seminarübersicht

Anmeldung für Gasthörer

Ernst Leuninger 15.10.00