Hartzkommission - Kath.
Soziallehre
Kurzfassung des Textes der HartzkommissionKAB: Kritik an Vorschlägen der Hartz-Kommission: Vermittlung auf Teufel komm raus bringt keine neuen Arbeitsplätze (7/2002)Hartz-Vorschläge gefährden die Sozialversicherung (KAB) Links zu Stellungnahmen zur Hartz-KommissionAuch die CDU/CSU hat Thesen zum Thema herausgegeben entworfen von Lothar Späth Zum Gesamttext der Hartzkommission Die Hartz-Kommission
Iin Berlin war am 6.3.02 die konstituierende Sitzung der
Kommission "Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" statt. Vorsitzender
der 15-köpfigen Kommission ist Dr. Peter Hartz. Die Kommission soll bis
August Vorschläge zum Umbau der Bundesanstalt für Arbeit vorlegen. Die
Vorlage der Ergebnisse ist für den 16.8.02 geplant. Ihr
gehören an: Norbert Bensel Mitglied des Vorstandes der DaimlerChrysler Services AG Peter Gasse Bezirksleiter der IG Metall Nordrhein-Westfalen Dr. Peter Kraljic Direktor
der McKinsey & Company Düsseldorf Hanns-Eberhard Schleyer Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks Heinz Fischer Abteilungsleiter Personal Deutsche Bank AG Wolfgang Tiefensee Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Isolde Kunkel-Weber Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes Dr. Jobst Fiedler Roland Berger Strategy Consultants Prof. Dr. Werner Jann Universität Potsdam Klaus Luft Geschäftsführer der Market Access for Technology Services GmbH Wilhelm Schickler Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen Prof. Dr. Günther Schmid Wissenschaftszentrum für Sozialforschung Eggert Voscherau Mitglied des Vorstandes KAB: Kritik an Vorschlägen der Hartz-Kommission: Vermittlung auf Teufel komm raus bringt keine neuen Arbeitsplätze (7/2002)Köln,
27.Juni 2002. Die
Vorschläge der Hartz-Kommission beseitigen nicht die
Arbeitslosigkeit, sondern die Arbeitslosen. Zu diesem Schluss kommt
die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), die den
Willen der Bundesregierung begrüßt, die anhaltend hohe
Massenarbeitslosigkeit in Deutschland entschlossener anzugehen. "Mit
einer kürzeren Verweildauer beim Arbeitsamt werden zwar Kosten
reduziert", so Großmann, "doch die Betroffenen müssten
nicht hinzunehmbare finanzielle Abschläge in Kauf nehmen." Die
KAB fordert für jeden ein menschenwürdiges Einkommen. Mit kürzeren
"Durchlaufzeiten" beim Arbeitsamt reduziere sich lediglich
die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen, doch die Zahl der Menschen,
die eine reguläre Arbeit suchen, die ihnen Aus- und Einkommen
sichert, würde zunehmen. Großmann warnte deshalb davor, über den
Ausbau der Zeitarbeitsfirmen das Lohn- und Tarifgefüge in der
Bundesrepublik zu erschüttern. "Die Zunahme der Beschäftigten
in Zeitarbeitsfirmen geht einher mit dem Abbau regulärer und
langfristiger Arbeitsverhältnisse", beklagte Großmann.
"Sollte nun der Staat selbst tätig werden, beschleunige sich
die Deregulierungsschraube in der Arbeitswelt. Der laute Beifall im
Arbeitgeberlager zeige, dass die Chance auf Lohnsenkungen eingeplant
wird. Bundesverband
der KAB, Inzwischen wird das Thema zum Wahlkampfthema. Auch die CDU/CSU hat Thesen zum Thema herausgegeben entworfen von Lothar Späth Union stellt Arbeitsmarktkonzept vorDie Union will ihr Arbeitsmarktkonzept im Falle eines Wahlsiegs ohne neue Schulden finanzieren. Mit den Maßnahmen im Umfang von knapp zehn Milliarden Euro könne im kommenden Jahr ein zusätzliches Wachstum von einem Prozent erreicht werden, sagte Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) in Berlin bei der Vorstellung des Konzepts "Offensive 2002 - Aufschwung für Arbeit". Der Plan sieht sieben Initiativen vor, darunter ein Investitions- und ein Sonderprogramm für den Osten über je eine Milliarde Euro. Die SPD warf Stoiber vor, "hohle Versprechungen" zu machen. Das Hauptproblem sei nicht die Vermittlung von Arbeitslosen, sondern der Mangel an Arbeitsplätzen, sagte Stoiber. Das Hauptproblem sei nicht die Vermittlung von Arbeitslosen, sondern der Mangel an Arbeitsplätzen. So stünden in Ostdeutschland fast 1,4 Millionen Arbeitslosen nur rund 76.000 offene Stellen gegenüber. Wenn die Union an die Macht komme, "haben wir ein höheres Wachstum als heute, und zwar durch uns erzielt", sagte Stoiber, der das Konzept gemeinsam mit seinem Schatten-Wirtschaftsminister Lothar Späth (CDU) präsentierte. Auf konkrete Zahlen zur Schaffung neuer Stellen wollte er sich jedoch nicht festlegen. Zu den von Stoiber und Späth vorgestellten Initiativen zählen die Senkung von Steuern und Sozialabgaben, die Stärkung des Mittelstands, Abbau von Bürokratie, Unterstützung von Existenzgründern, Stärkung des High-Tech-Standorts Deutschland, mehr Minijobs sowie Sonderprogramme für den Osten. Die Ökosteuererhöhung werde zum 1. Januar 2003 rückgängig gemacht. Spitzensteuersatz, Sozialversicherungsbeiträge und Staatsquote sollen auf unter 40 Prozent gesenkt werden. Zum Abbau der Bürokratie werde eine Task Force unter Federführung des neu zugeschnittenen Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit eingerichtet, die ein umfassendes Konzept erarbeiten solle, sagte Späth. Die Union will außerdem das Scheinselbstständigen-Gesetz aufheben und Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich schaffen. SPD-Generalsekretär Franz Müntefering nannte das Programm nicht finanzierbar. DGB-Chef Michael Sommer nannte die Pläne einen "Aufschwung für Ungerechtigkeit und Sozialabbau". FDP-Vize Rainer Brüderle nannte die Vorschläge zur Ankurbelung der Wirtschaft einen "Tropfen auf den heißen Stein". (Nach Yahoo) KAB: „Die Arbeitslosenversicherung wird nach der Umsetzung der
Hartz- Vorschläge keine mehr sein.“ Hartz-Vorschläge gefährden die
Sozialversicherung Köln/
München, 19. 7. 2002. „Die
Vorschläge der Hartz-Kommission bauen in erster Linie auf Leistungskürzungen
in der Arbeitslosenversicherung“,
so Rudi Großmann, stellvertretender Bundesvorsitzender der Katholischen
Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) zu den bisher bekannt gewordenen Entwürfen
des Kommissionsberichts. „Es ist der Anfang vom Ende der
solidarischen Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, wenn das
Sozialversicherungsprinzip zugunsten eines Sanktions- und Anreizsystems
aufgegeben wird.“ Großmann
erinnerte daran, dass Leistungsempfänger Geld aus der
Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen, das sie durch ihren Beitrag
selbst aufgebracht haben. Dies gelte auch die Arbeitgeberanteile, „die
als Lohnbestandteile den Arbeitnehmern zugute kommen müssen“. Nach
den Vorschlägen der Kommission soll die Arbeitslosen- mit der Sozialhilfe
zu einem Sozial- oder Eingliederungsgeld auf Sozialhilfeniveau
zusammengefasst werden. Leistungen für Arbeitslose sollen von der
Bruttolohnentwicklung abgekoppelt und gekürzt werden. Arbeitslose über
55 bekommen weniger, wenn sie nicht bereit sind, sich für den Gegenwert
ihres Arbeitslosengeldes für immer vom Arbeitsmarkt zu verabschieden.
Nach sechs Monaten Arbeitslosigkeit sollen Leistungsempfänger eine
geringer qualifizierte Stelle nur noch dann ablehnen können, wenn das
Nettogehalt unter den Leistungsbezug fällt. Den Beweis für die
Unzumutbarkeit einer Arbeit haben künftig die Arbeitslosen zu erbringen. Das Risiko Arbeitslosigkeit
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| Geändert: 15.09.2002 Dr. Ernst Leuninger | |||