Texte zur Katholischen Soziallehre

Katholische SozialLehre
Catholic Social Teaching
Autor: Ernst Leuninger

Thema der Seite: Texte zur Katholischen Soziallehre

Inhaltsverzeichnis "Texte"

  • Kurs zur Katholischen Soziallehre
  • Volltextsuche zu den 10 wichtigsten Sozialenzykliken
    (Text von: Rerum novarum, Quadragesimo anno, Pfingstbotschaft 1941, Mater et magistra, Pacem in terris, Gaudium et spes, Populorum progressio, Sollicitudo rei socialis, Laborem ecercens, Centesimus annus.)
  • Verweis zu Grundlagentexten der Soziallehre im Internet
  • Übersicht über viele Texte und Daten zur Soziallehre (Zenz)
  • Renten Gemeinsame Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz zur Reform der Alterssicherung in Deutschland 
  • Hirtenbrief der US-amerikanischen Bischöfe
  • Sozialwort der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz (28.2.97)
  • Der Hunger in der Welt, Päpstlicher Rat "COR UNUM" 1996
  • Migration: Gemeinsames Wort zu Migration und Flucht der EKD und der Deutschen Bischofskonferenz (Juni 1997)
  • Welttag des Friedens 1998 "Aus der Gerechtigkeit jedes einzelnen erwächst der Friede für alle"
  • Gerechter Friede - Friedenswort     Schriften 66

 


Ein Hirtenbrief der US-amerikanischen Bischofskonferenz zehn Jahre nach dem Aufruf "Wirtschaftliche Gerechtigkeit für alle." (11.96)

Thema. "Wir können es nicht zulassen, den Kampf gegen die Armut aufzugeben"

Die zentralen Aussagen werden im Text wie folgt zusammengefaßt:

  • Die Wirtschaft existiert, um den Menschen zu dienen, und nicht umgekehrt.
  • Das Wirtschaftsleben sollte durch moralische Prinzipien und ethische Normen geformt sein.
  • Wirtschaftliche Entscheidungen sollten daran gemessen werden, ob sie das menschliche Leben, die Menschenwürde und die Menschenrechte fördern oder bedrohen.
  • Ein Grundanliegen muß die Unterstützung der Familie und da Wohlergehen der Kinder sein.
  • Ein moralischer Maßstab jeder Wirtschaft ist die Frage nach den Schwächsten.

 


Zu Migration und Flucht

"und der Fremdling, der in deinen Toren ist."

Gemeinsames Wort der Kirchen zu den Herausforderungen durch Migration und Flucht.

Herausgegeben vom Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland und dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (gemeinsamer Texte Nr. 12, Sekretariat der DBK )in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland.

Ergänzende Texte und Bestellung bei der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz, als html bei der EKD.

Der Text kann beim Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in 53113 Bonn Kaiserstr. 163 gegen einen Druckkostenbeitrag bestellt werden

Vorwort

Vor dem Hintergrund der politischen Auseinandersetzungen Anfang der 90er Jahre über eine Begrenzung der immens angestiegenen Asylbewerberzahlen haben die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelische Kirche in Deutschland mit ihrer gemeinsamen Erklärung zur Aufnahme von Flüchtlingen und zum Asylrecht vom 26. November 1992 an die politisch verantwortlichen Kräfte in Bund, Ländern und Gemeinden appelliert, "eine Asyl- und Flüchtlingspolitik in die Wege zu leiten, die das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte schützt und im erforderlichen Umfang die Zuwanderung steuert und begrenzt".

Mit der Vorbereitung und Verabschiedung dieser Erklärung sind die Deutsche Bischofskonferenz und der Rat der Evangelische Kirche in Deutschland übereingekommen, in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen eine umfassende Ausarbeitung vorzubereiten, die die vielfältigen Aspekte und Zusammenhänge von Migration, Flucht und Vertreibung darstellt und zugleich Grundlagen und Perspektiven für einen Beitrag zum gesellschaftlichen Dialog in diesen Fragen, ihrer politischen Gestaltung und für die kirchliche Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen aufzeigt. Mit der Ausarbeitung wurde eine ökumenische Arbeitsgruppe beauftragt, die im Januar 1993 ihre Arbeit aufgenommen hat. Zu der von der Arbeitsgruppe vorgelegten Ausarbeitung sind zahlreiche Änderungs- und Verbesserungsvorschläge eingegangen, die bei den abschließenden Beratungen Berücksichtigung gefunden haben.

Das Gemeinsame Wort der Kirchen zu den Herausforderungen durch Flucht und Migration wird hiermit der Öffentlichkeit vorgelegt. Die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Leitungsgremien derjenigen weiteren Mitglieds- und Gastkirchen aus der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, die auf der Titelseite genannt sind, haben sich die Erklärung zu eigen gemacht und tragen sie gemeinsam. Das Gemeinsame Wort spiegelt nicht nur einen innerkirchlichen Meinungsbildungsprozeß wider, sondern möchte vor allem zu einer umfassenden Rezeption und Beratung in Gemeinden, Gruppen und Öffentlichkeit beitragen. Eine breite Konsensbildung zu den vielschichtigen Aspekten von Migration und Flucht sowie den Fragen der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen ist dringend erforderlich; denn diese Fragen gehören zu den bedrängendsten politischen und sozialethischen Herausforderungen der Gegenwart. Meinungen und Einstellungen dazu werden oftmals emotionsgeladen vorgetragen oder nehmen aggressive Formen an. Deshalb ist es notwendig, sowohl Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit entschieden entgegenzutreten als auch dazu beizutragen, daß die damit zusammenhängenden Probleme differenziert und in ihrer Vielschichtigkeit wahrgenommen und bewertet werden.

Der Titel des Gemeinsamen Wortes "... und der Fremdling, der in deinen Toren ist" - ein Zitat aus dem Alten Testament - weist auf eine lange theologische Tradition der Auseinandersetzung mit dem Schicksal und dem Recht des Fremden hin. Diese biblische Verankerung des Themas, der ein zentraler Teil dieser Veröffentlichung gewidmet ist, mag manchen nicht bewußt sein. Sie bildet aber die Grundlage und die Zielrichtung für die Verpflichtung und das Engagement der Kirchen, aus dem Geist des Evangeliums für Menschen einzutreten, die in ihren Rechten, ihrer Würde, ihrem Wohlergehen oder ihrer Existenz bedroht sind.

Bonn/Hannover/Frankfurt am Main, im Juni 1997

Bischof Dr. Dr. Karl Lehmann Landesbischof Dr. Klaus Engelhardt

für die für den Rat der
Deutsche Bischofskonferenz Evangelischen Kirche in Deutschland

Bischof Dr. Walter Klaiber

für die mitbeteiligten weiteren Mitglieds- und Gastkirchen der
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland

Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG 7

2. GESCHICHTLICHE ERFAHRUNGEN UND
EINSICHTEN IN DEUTSCHLAND 9

2.1 Fremdenangst und Politik im vereinigten Deutschland 9

2.2 Geschichte: Erfahrungen und Belastungen 13

2.3 Zuwanderung und Eingliederung seit dem Zweiten Weltkrieg 16

2.3.1 Vertriebenenintegration und Umsiedlerproblematik 16

2.3.2 Von der "Gastarbeiterfrage" zur Einwanderungsfrage 17

2.3.3 Die Zuwanderung von Flüchtlingen und Asylsuchenden 21

2.4 Aussiedler und Spätaussiedler: "Rückkehr in eine fremde Heimat" 25

2.5 Die Notwendigkeit einer Migrationspolitik als Gesellschaftspolitik 28

3. URSACHEN VON FLUCHT, ZUWANDERUNGEN UND ANDEREN MIGRATIONSBEWEGUNGEN 31

3.1 Dimensionen des Weltmigrationsproblems 32

3.2 Krieg und Menschenrechtsverletzungen 35

3.3 Wirtschaftliche Ursachen der Migration 37

3.4 Ökologische Ursachen von Flucht und Migration 39

3.5 Erhöhter Wanderungsdruck infolge politischer Umwälzungen 39

3.6 Demographische Entwicklung 41

4. BIBLISCH-THEOLOGISCHE ÜBERLEGUNGEN, ETHISCHE REFLEXIONEN UND KONSEQUENZEN 44

4.1 Zur Fragestellung 44

4.2 Besinnung auf die Botschaft der Bibel 45

4.2.1 Zum Befund 45

4.2.2 Der Mensch als Ebenbild Gottes 49

4.2.3 Der Mensch als Mitmensch 50

4.2.4 Menschen auf Wanderung und in der Fremde 51

4.3 Ethische Konsequenzen für das Handeln 54

4.3.1 Umfassende Sorge um den Menschen 54

4.3.2 Die personale Würde des Menschen und das Asylrecht 55

4.3.3 Der Mensch in der Gemeinschaft - seine Verantwortung gegenüber der Gemeinschaft 56

4.3.4 Die Verantwortung für das Gemeinwohl 58

4.4 Die Spannung zwischen dem ethisch Gebotenen
und den möglichen nächsten Schritten 59

5. PERSPEKTIVEN FÜR DIE ZUKUNFT - ZUKUNFT GESTALTEN 60

5.1 Ausgangssituation 60

5.2 Internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung der Fluchtursachen 61

5.3 Zugangsregelungen 64

5.3.1 Europäische Zuwanderungs- und Asylpolitik 64

5.3.2 Gesamtkonzept für die Zuwanderung 67

5.3.3 Rechtliche Integration 72

5.4 Soziale und kulturelle Bedingungen der Integration 73

5.4.1 Arbeitsleben 74

5.4.2 Schulische und berufliche Qualifikation 75

5.4.3 Wohnumfeld 76

5.4.4 Kulturelle Bedingungen der Integration 77

5.4.4.1 Gegenseitiges Verständnis und Verhältnis
der kulturellen Gegebenheiten 77

5.4.4.2 Gemeinsames Fundament für Vielfalt 79

5.4.4.3 Das Verhältnis zu Muslimen unter besonderer Berücksichtigung der Rahmenbedingungen für die Erteilung von Religionsunterricht 80

6. KIRCHLICHE AUFGABEN 83

6.1 Überwindung von Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt 83

6.2 Flucht und Migration als ökumenische Herausforderung 85

6.3 Perspektiven kirchlichen Handelns 87

6.3.1 Zusammenarbeit mit Christen und Gemeinden anderer Sprache und Herkunft 87

6.3.2 Interreligiöser und interkultureller Dialog 89

6.3.3 Begegnung mit Menschen anderer Religionen 92

6.3.4 Christen und Muslime 93

6.4 Aufgaben in den christlichen Gemeinden beim Zusammenleben mit Fremden 95

6.4.1 Möglichkeiten der Begegnung und des Zusammenlebens vor Ort 95

6.4.2 Ermutigende Beispiele 96

6.4.3 Hilfe und Schutz bedrohter Menschen im Einzelfall ("Kirchenasyl") 98

6.5 Aufgaben auf der Leitungsebene der Kirchen 100

6.5.1 Zeugnis geben für den Glauben 100

6.5.2 Hilfen auf den Ebenen von Organisation und Verwaltung 102

6.5.3 Aufgaben von Diakonie und Caritas 103


Welttag des Friedens 1998 "Aus der Gerechtigkeit jedes einzelnen erwächst der Friede für alle"

Arbeitshilfe 138 der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema mit theoretischer Einführung und Beispielen für die gemeindliche Praxis. Bedeutsam ist vor allem das Thema, die Verantwortung von jedem und sein Beitrag durch gerechtes Handeln zum Frieden. Bestellung bei der Pressestelle der DBK 


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Geändert: 26.02.01 Dr. Ernst Leuninger